Salmonelleninfektion fordert Todesopfer

Seit Wochen treten in mehreren Bundesländern gehäuft Salmonellen-Infektionen auf. Medienberichten zufolge bestätigte das Landratsamt Oberallgäu am Mittwoch vier Todesfälle, die auf die lebensgefährliche Infektion zurück zu führen sind. Die Zahl der Erkranken soll unterdessen auf 32 gestiegen sein. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Frauen, die in Altenheimen und Krankenhäusern in Oberstdorf und Immenstadt untergebracht waren. Über die Ursache der Salmonelleninfektionen besteht derzeit noch Unklarheit. Eine Mitarbeiterin der Kliniken Oberallgäu GmbH in Immenstadt sagte gv-praxis, beim derzeitigen Kenntnisstand käme die Großküche der betroffenen Einrichtungen nicht als Ausgangspunkt der Verseuchung in Frage. Bei Lebensmitteltests hätte man keinen Hinweis auf Kontamination gefunden. Die betroffenen Altenheime und Krankenhäuser beziehen ihre Mahlzeiten aus einem gemeinsamen Küchenverband. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll eine vorläufige Untersuchung ergeben haben, dass Mitarbeiter der Kliniken die Infektion übertragen haben. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung werden alljährlich mehr als 60.000 Salmonelleninfektionen in Deutschland gemeldet. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankungen 10 bis 20 Mal höher liegt.

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