Schulcaterer in Dresden müssen Betriebskostenpauschale zahlen

Für große Aufregung sorgt in Dresden die Ankündigung, dass die Schulcaterer nach den Sommerferien die Preise erhöhen wollen. Ein Grund dafür ist die seit Anfang des Jahres von der Stadt erhobene Betriebskostenpauschale, die künftig die Caterer tragen müssen. 

Für die Wasser- und Abwasser sowie Heizungs und Energiekosten war bis Ende 2011 die Stadt aufgekommen. Im Sinne der Gleichbehandlung darf das nun nicht mehr sein. Das Rechnungsprüfungsamt hatte bereits am 1. April 2011 moniert, dass im Gegensatz zu anderen kommunalen Einrichtungen in Schulen von den Speiseanbietern keine Betriebskostenpauschale für die gemieteten Räume erhoben werden. Bislang zahlten laut Pressestelle Dresden lediglich Kühlkost- und Tiefkühlkostanbieter eine Stromkostenpauschale für Heißluftgeräte.

Derzeit sorgen vier Caterer an 75 kommunalen Dresdner Schulen für täglich 19.000 Essen. Mit etwa 10.000 Essen an 70 kommunalen Schulen ist Sodexo der mit Abstand größte Anbieter. Der Hochheimer Catering-Dienstleister hatte zum Schuljahresende in einem Brief an die Eltern die Preisanhebung angekündigt. Während der regionale Nachrichtendienst "DNN-online" Preissteigerungen von "bis zu 50 Cent pro Portion" ankündigt, nennt Sodexo auf Anfrage eine Bandbreite von 3 bis 25 Cent. "Im Gesamtschnitt der zu versorgenden Schulen reden wir von einer Preisänderung von 0,12 Euro pro Portion" heißt es dazu aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Man habe die notwendigen Anpassungen zum Anlass genommen, die ersten beiden Menüs nunmehr zum gleichen Preis anzubieten. Zum Preis eines durchschnittlichen Schulessens in Dresden sei keine pauschale Aussage möglich. "Die Preise differieren in Abhängigkeit vom Umfang der Dienstleistung, Standortgröße und -bedingungen, Konzept, Verpflegungssystem, Investitionen und Pausenzeiten".

Das städtische Pressebüros spricht von preislichen Anpassungen zwischen 5 bis 20 Cent pro Mahlzeit an den kommunalen Schulen. Für rund 6.600 Dresdner Schüler wurden 2011 die Kosten zur Teilnahme an der gemeinschaftlichen Mittagsversorgung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung erstattet.  

stats