Demenz

Schwache Beweislage zur Prävention durch Ernährung

Ende Januar ist die überarbeitete Leitlinie „Demenzen“ erschienen. Die aktualisierte evidenzbasierte Leitlinie liefert Aussagen zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Demenzen und zur leichten kognitiven Störung. Zur Prävention von Demenz empfiehlt sie einen aktiven Lebensstil mit regelmäßiger körperlicher Bewegung sowie geistiger und sozialer Aktivität.
Für die risikosenkende Wirkung einer ausgewogenen Ernährung liegen lediglich Hinweise vor: Bestimmte Ernährungsgewohnheiten wie der Konsum von Fisch oder eine mediterrane Ernährung könnten das Risiko verringern. Eine 100-prozentige Gewissheit zur Ableitung von Ernährungsempfehlungen gibt es hierfür bisher nicht.

Diese Forschungslücke will das Kompetenzcluster Diet-Body-Brain (DietBB) schließen. Mittels verschiedener Studien soll der Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren bzw. Ernährungsmustern und der Entwicklung, Aufrechterhaltung und Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten im Lebensverlauf untersucht werden.

1,5 Millionen Menschen betroffen

Schätzungen zufolge leben in Deutschland 1,5 Millionen Menschen mit Demenz. Angesichts des demografischen Wandels und der Tatsache, dass vorwiegend ältere Menschen betroffen sind, wird die Zahl der Demenzerkrankten weiter steigen. Die Krankheit bleibt eine große Herausforderung für Medizin und Gesellschaft und belastet das Gesundheitssystem.

Die neue Leitlinie zum Download:
http://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2015/PDFs_Download/038013_S3-LL-Demenzen-240116.pdf




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