Sechs Bieter in Endrunde bei Maredo-Verkauf

Maredos Muttergesellschaft, der britische Whitbread-Konzern, hat sich unter seinem neuen CEO Alan Parker neue strategische Ziele gesetzt. Eines der Ergebnisse: Das Milliarden-Unternehmen will sich von seinem relativ kleinen Engagement in Deutschland trennen. Dies betrifft insgesamt 61 Maredo-Restaurants in Deutschland und Österreich sowie einige Stores der Marke Costa Coffee - und: ein Marriott Hotel in der Nähe von Hamburg. Sechs Bieter befinden sich aktuell in der Verhandlungsendrunde. Man kann davon ausgehen, dass der Transfer in den nächsten drei bis vier Monaten über die Bühne geht. Die deutsche Whitbread-Gesellschaft (ohne Marriott) erzielt rund 90 Mio. Euro Jahresumsatz netto, sie ist profitabel, kein Zweifel.



Der eigentliche strategische Wechsel unter der neuen Führung bezieht sich aufs Hotel-Business. Und da sollen in Großbritannien sämtliche Hotel-Immobilien veräußert werden. Künftig gilt das ganze Augenmerk der Bewirtschaftung von Hotels, und da will man seine marktführende Position im Budget-Segment (Premier Travel Inn) weiter stärken. Erst kürzlich kamen durch Übernahme einer anderen Marke nochmals 10.000 Zimmer dazu.



Gastronomisch steht Whitbread in Großbritannien als größter Fullservice-Player für Pizza Hut (Lizenz), Costa Coffee, Beefeater usw. Allesamt sogenannte Highstreet-Konzepte. Mit Costa Coffee ist man aktuell dabei, in Middle East Position zu beziehen. Die Marke gilt national und international als eine der Besten im Coffeebar-Segment.



Der Umsatz der Whitbread PLC im Geschäftsjahr 2004/05 beträgt 1.027 Mrd. £ (+ 4,6 %).



Dieser Wert setzt sich zusammen wie folgt:

Premier Travel Inn: Sales 142 Mio. £ (+ 24 %)

Marriott: Sales 196 Mio. £ (+ 0,9 %)

Pub restaurants: Sales 306 Mio. £ (+ 0,6 %)

High street restaurants: Sales 221 Mio. £ (+ 6,7 %)3

David Lloyd Leisure: Sales 109 Mio. £ (+ 9,3 %)

Gewinn vor Steuern: 147,4 Mio. £

www.maredo.de

www.whitbread.co.uk

stats