Sepp Krätz feiert 30 Jahre Waldwirtschaft

Dreißig Jahre Waldwirtschaft - dieses Jubiläum feierte jetzt Gastronom Sepp Krätz mit seinen Gästen aus München und Umgebung. Am Samstag bedankte sich der Wirt für deren Treue mit 5.000 l Spaten-Bier für jeweils 5 Euro die Maß, 20.000 Brezen für je 20 Cent und alkoholfreien Getränken à 2 Euro für 0,4 l.
Seit Sepp Krätz die 'WaWi' übernahm, hat sich vieles verändert: Aus der reinen Männergastwirtschaft wurde ein weit über das Isartal hinaus bekannter Treffpunkt für die ganze Familie - so beliebt, dass im Jahr 1996 25.000 Menschen auf dem Münchner Marienplatz für Ihre geliebte WaWi demonstrierten, weil Anwohner einen früheren Zapfenstreich forderten.

Die Historie des Biergartens im Münchner Süden reicht allerdings viel weiter zurück: Schon im Jahre 776 wurde die 'Schweiger Hesselohe' beurkundet. Im 15. Jahrhundert erhielt sie eine Bierschank-Genehmigung. Ab 1779 etablierte sich um das Anwesen mit kurfürstlichem Privileg ein Vieh- und Jahrmarkt ähnlich wie in Keferloh. Um 1800 legte sich die "Waldwirtschaft Hesselohe", wie sie jetzt genannt wurde, einen Tanzpavillon zu, der sie zusätzlich zum Treffpunkt der Jugend machte.

1852 kam die Eisenbahn nach Großhesselohe. Jetzt ging das Geschäft im Waldwirtshaus noch besser. An guten Tagen wurden bis zu 10.000 Besucher verköstigt. Ein bis heute nie wieder erreichter Bierausschank-Rekord wurde am Pfingstsonntag 1900 mit 123 hl markiert. 1930 kaufte die Spaten-Brauerei das Anwesen.

www.waldwirtschaft.de


stats