Sodexo schließt zwei Versorgungsküchen

Sodexo schließt in Sachsen zwei Versorgungsküchen. Der Standort Hartmannsdorf war im vergangenen Oktober im Zusammenhang mit der Noroviren-Epidemie durch chinesische Tiefkühl-Erdbeeren in die Schlagzeilen geraten.

Die Schließung der Küche stehe damit aber nicht im direkten Zusammenhang, sagt Sodexo-Sprecher Stephan Dürholt: "Hartmannsdorf stand seit drei Jahren auf dem Investitionsplan." Da die notwendigen Investitionen in Höhe von 200.000 Euro aus dem jetzigen Geschäft nicht zu refinanzieren seien, wolle man den Standort aufgeben. Von hier aus wurden täglich rund 2.700 Portionen Mittagessen in Kindergärten und Schulen in der Umgebung geliefert. Zum neuen Schuljahr sollen die 28 Einrichtungen von Sodexo-Filialen in Döbeln und Schmölln beliefert werden. Zwölf Mitarbeitern in Hartmannsdorf ist laut freiepresse.de gekündigt worden.

Ebenfalls vor dem Aus steht der kleinere Standort Freiberg mit vier Vollzeit und fünf Teilzeitbeschäftigten. Dort hatte man nach einer Neuausschreibung Kunden verloren, räumt Dürholt ein und ergänzt: "Weitere Schließungen sind derzeit nicht geplant". Allerdings gäbe es ein paar Küchen mit Investitionsbedarf, die man sich genauer anschaue.

Gut 200 Kilometer nördlich im Brandenburgischen Oranienburg teilt sich Sodexo nach einer europaweiten Ausschreibung künftig die Essensversorgung in Kitas und Schulen mit der Gastronomische Versorgungsleistung GmbH GVL in Berlin.

www.sodexo.com

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