Sol Meliá erhöht Nettogewinn

Die spanische Hotelgesellschaft Sol Meliá mit Sitz in Palma de Mallorca hat das zurückliegende Geschäftsjahr (zum 31.12.03) mit einem Gruppenumsatz in Höhe von 987,8 Mio. Euro abgeschlossen und damit die Zahlen des Vorjahres um 2,2 Prozent verpasst. Mit 222,3 Mio. Euro sank das EBITDA ge-genüber 2002 um 4,7 Prozent. Negativ auf das Er-gebnis der drittgrößten europäischen Hotelgruppe wirkte sich der starke Euro gegenüber dem US-Dollar aus. Deutlich konnte Sol Meliá 2003 den Nettogewinn anheben, der mit 49,1 Mio. Euro um 260 Prozent über dem des Vorjahres lag. Der Gewinn vor Steuern (EBT) belief sich auf 51,1 Mio. Euro (+ 10,1 Prozent). Sol Meliá, die über ein Portfolio von mehr als 350 Stadt- und Ferienhotels verfügt, konnte in ihren europäischen Urlaubshotels den Umsatz pro Zimmer (RevPar) gegen-über dem Vergleichszeitraum 2002 um fünf Prozent anheben. Hier schlagen vor allem die guten Ergebnisse der Hotels auf den Kanaren und Ba-learen durch, die ihre Durststrecke – auch eine Folge des Irak-Krieges – überwunden haben, teilte das Unternehmen mit. Ein Spiegelbild der allgemeinen wirtschaftlichen Lage bieten die eu-ropäischen Stadthotels, deren RevPar 2003 um 3,6 Prozent gesunken ist. Ausgehend von den beseren Zahlen des vierten Quartals 2003, in dem das EBITDA um 6,9 Prozent angestiegen ist, erwartet Sol Meliá für 2004 eine weitere Verbesserung des Geschäftsverlaufs. Hierzu sollen vor allem auch die in 2003 getroffenen Allianzen etwa mit der Cendant Corporation oder Lastminute.com beitragen, die das Vertriebsnetz-werk der Hotelgruppe ganz beträchtlich erweitern. In Deutschland ist Sol Meliá derzeit mit 12 Hotels ihrer Business-Marke Tryp vertreten, die man hier zu Lande kontinuierlich aus-bauen möchte. Neben diesem sehr funktionellen Hoteltyp, der sich vorwiegend an Geschäftsreisende wendet, plant Sol Meliá in Deutschland auch Hotels ihrer Fünf-Sterne-Marke Melia. Als Standorte sind bei den Spaniern Düsseldorf und Berlin im Gespräch.
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