Dänemark

Stadt verordnet Schweinefleisch in Kantinen - ein Affront gegen Muslime

In Deutschland verzichten bereits viele Schulen und Kitas auf Schweinefleisch in der Mittagsverpflegung, um den muslimischen Kindern entgegenzukommen. Anders die dänische Stadt Randers: Nach hitzigen Debatten haben dort die Stadtverordneten beschlossen, dass in allen öffentlichen Einrichtungen Schweinefleisch auf dem Speisenplan stehen muss, berichtet focus online.
Auslöser für diese rigorose Anordnung war eine Kindertagesstätte, in der seit einiger Zeit nichts mehr vom Schwein auf die Teller kommt. Die Eltern waren damit zufrieden. Der rechtspopulistischen Partei „Dänische Volkspartei (DF)“ ging das jedoch zu weit. Sie trommelte daraufhin für eine Essensverordnung für öffentliche Einrichtungen. Man wolle nur sicherstellen, dass es in den städtischen Kantinen und Mensen Schweinfleisch für jene gibt, die dies wünschen, äußerte der DF-Stadrat Frank Norgaard gegenüber der Zeitung „Jyllands-Posten“.

Schlussendlich stimmten jetzt 16 von insgesamt 31 Stadtverordneten für die umstrittene Regelung. Für einige eine „vollständig absurde“ Verordnung, zumal es von den Eltern der Kita keine Beschwerden gab. Kaum ein Kind habe Schweinefleisch essen wollen, dann sei es doch vernünftig, es einfach nicht mehr zu servieren, so die Begründung der Kita.

Schweinefleisch genießt in Dänemark einen hohen Stellenwert und hat eine große wirtschaftliche Bedeutung für das Land. Nicht zuletzt deshalb wird „Schweinefleisch“ häufig politisch instrumentalisiert – in diesem Fall von den Rechtspopulisten.


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