Starbucks führt Kaffeekapsel-System Verismo ein

Starbucks Coffee ist groß in das Geschäft mit Kaffeekapseln und Einzelportionsmaschinen eingestiegen: Zusammen mit der Bergisch-Gladbacher Krüger-Gruppe hat der US-Konzern das System Verismo auf den Markt gebracht. Seit dem 20.9. ist es im eigens eingerichteten Online-Shop (www.starbucksstore.de) erhältlich. Ab November werden Maschine und Kapseln auch in 20 ausgewählten deutschen Stores angeboten.

„Starbucks hat Kaffee-Konsumenten schon viele Innovationen gebracht. Das ist die jüngste“, freute sich Michelle Gass, Starbucks President EMEA, bei der Produktvorstellung in Bergisch-Gladbach und deutet auf die schmale schwarze Ein-Tassen-Kaffeemaschine namens Verismo. Zusammen mit den Kapseln können Kaffeefans damit original Starbucks Kaffeespezialitäten zu Hause zubereiten. Das Kapselangebot umfasst verschiedene Sorten Filterkaffee sowie Caffè Latte, Espresso, Decaf Espresso und Espresso Guatemala Antigua. Zusätzlich gibt es Milchkapseln und als weihnachtliches Saisonprodukt die Sorte Christmas Blend. Alle Starbucks-Röstungen sind für das System erhältlich.

Schon lange hatte Starbucks nach einem Partner für den Einstieg in den hochlukrativen Markt mit Kaffeekapseln gesucht. Im März war die Kooperation mit Krüger bekannt geworden. Der Bergisch-Gladbacher Instantspezialist hat bereits Erfahrung in diesem Geschäft, kennt sich bestens mit Milchpulver aus und kann Starbucks-Qualität liefern. Die Kapseln für den weltweiten Markt werden alle in Bergisch-Gladbach produziert. Den Kaffee liefern die Amerikaner, Krüger die Technik, sprich Kaffeekapseln und aus der Schweiz bezogene Maschinen. Die Röstung für den europäischen Markt erfolgt in Amsterdam.

Der Vertrieb des neuen Systems erfolgt global, neben dem amerikanischen Heimatmarkt und Kanada wird Verismo auf dem europäischen Markt in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz und Österreich eingeführt. Der Verkauf startet zunächst über das Internet. Ab dem 2. November, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, werden Maschinen und Kapseln auch in 20 ausgewählten deutschen Stores angeboten. In einem zweiten Schritt sollen weitere Starbucks-Filialen und auch der klassische Handel hinzukommen. Am Ende wollen Krüger und Starbucks Geräte und Kapseln über jeden der weltweit 17.000 Läden der Coffeeshop-Kette vertreiben.

Für Weltmarktführer Starbucks hat die neue Lösung höchst strategische Bedeutung: „Die Einführung des Verismo Systems ist ein Meilenstein in unserer Expansionsstrategie“, betont Michelle Gass. Mit dem Kaffeekapsel-Konzept, das ein Wettbewerbsmodell zum Nespresso-System von Nestlé ist, mischt der US-Konzern aus Seattle jetzt auch im lukrativen Markt für Portionssysteme mit, der zu den am schnellsten wachsenden Segmenten im globalen Kaffeegeschäft gehört. Außerdem kommt Starbucks damit dem erklärten Ziel näher, den Umsatz mit eigenen Produkten im Handel auszubauen. Dies hat neben der weltweiten Expansion mit Coffeeshops höchste Priorität. „In Deutschland wird über 50 Prozent des Kaffees zuhause getrunken“, sagt Michael Specht, Geschäftsführer Starbucks Coffee Deutschland. An diesen Markt will die Kaffeehauskette heran.

Für das Familienunternehmen Krüger bedeutet die Kooperation mit Starbucks einen Quantensprung beim Ausbau des internationalen Geschäftes. Unter dem Label K-fee hat Krüger eine eigene Lösung entwickelt, die kompatibel mit Verismo ist. Basierend auf dem K-fee System liefert Krüger nicht nur die Kapseln für die Tesco-Eigenmarke Podpronto in UK, sondern auch für das Expressi-System von Aldi in Australien oder die Paulig-Marke Cupsolo in Skandinavien. Schon jetzt kündigt der Mittelständler den deutlichen Ausbau seiner Kapazitäten an.

Der weltweite Markt für Kapseln und Pads wird Marktforschern zufolge bis zum Jahr 2012 auf knapp 8 Mrd. US-$ anwachsen. In Deutschland geben die Nestlé-Tochter Nespresso, Tchibo mit der Marke Cafissimo, Nestlé mit der Einzelhandelsmarke Dolce Gusto und Jacobs Tassimo den Ton an.


www.starbucks.com/verismo
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