Vapiano

Starkes Umsatz- und EBITDA-Wachstum im ersten Halbjahr

Vapiano hat das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 mit einem flächenbereinigten Wachstum von 5,8 % abgeschlossen. Das ist der beste Wert, den das seit Ende Juni börsennotierte Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren erzielen konnte. Der Konzernumsatz (Corporate und konsolidierte Joint Venture Restaurants) wuchs in den ersten sechs Monaten des Jahres um 41 % auf 153,6 Mio. Euro (H1 2016: 109,0 Mio. Euro).

Die systemweiten Umsätze stiegen von 220,8 Mio. Euro um 9,5 % auf 241,8 Mio. Euro. Alle drei regionalen Segmente (Deutschland, Europa und Rest of World) entwickelten sich auf vergleichbarer Fläche positiv. Deutlich überproportional stieg das bereinigte EBITDA um 52,5 % auf 15,9 Mio. Euro (H1 2016: 10,4 Mio. Euro). Der deutsche Markt steuerte dazu mit aktuell 71 Restaurants (1. HJ 2016: 62) einen Umsatz von 76 Mio. Euro (1. HJ 2016: 66,3 Mio. Euro) und ein EBITDA von 8,3 Mio. Euro (1. HJ 2016: 6,8 Mio. Euro) bei.  

Jochen Halfmann, CEO der Vapiano SE, sagte: "Unsere positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 untermauert unsere Ambition, unsere Wachstumsstrategie konsequent weiter umzusetzen und dabei die Profitabilität unseres Unternehmens nachhaltig zu steigern. Durch unseren Börsengang am 27. Juni 2017 haben wir an Finanzstärke gewonnen. Wir werden diese nutzen, um unser Wachstum voranzutreiben und in die weitere Digitalisierung unseres Geschäfts und Innovationen unserer Guest-Journeys zu investieren.“

Im zweiten Quartal erhöhte sich der Konzernumsatz um 42 % auf 78,2 Mio. Euro (Q2 2016: 55,0 Mio. Euro). Auf vergleichbarer Fläche stieg der Umsatz um 6,3 %. Alle drei Segmente legten in Q2 – wie auch in Q1 2017 – flächenbereinigt deutlich zu. Das bereinigte EBITDA wuchs auch im zweiten Quartal überproportional um 49,6 % auf 8,9 Mio. Euro.

Wichtigste Kennzahl: das bereinigte EBITDA

Den aktuell negativen Cashflow (-1,2 Mio. Euro aus operativer Tätigkeit, -19 Mio. Euro aus Investitionstätigkeit im 2. Quartal 2017), begründete Halfmann mit außergewöhnlichen Kosten durch den Börsengang und besonders hohen Zinsbelastungen, die sich ebenso wie die Akquisition von Joint-Venture-Anteilen in Schweden und Frankreich auch auf das insgesamt negative Netto-Ergebnis von -13,5 Mio. Euro auswirkten - beide Belastungen fielen in Zukunft deutlich geringer aus. Die wichtigste Kenngröße für das Unternehmen sei das bereinigte EBITDA, hier sei man mit der Steigerung um mehr als 50 % sehr zufrieden.

Die Entwicklung des Börsenkurses, der aktuell leicht unter dem Ausgabepreis von 23 Euro liegt und am Morgen noch einmal nachgab, nannte Halfmann "nicht das Maß der Dinge. Wir wollen das Unternehmen nachhaltig nach vorne entwickeln und sind davon überzeugt, dass wir mit Ergebnissen, die wir jetzt präsentieren, und den Ergebnissen der nächsten Jahre dazu beitragen werden, die Wertschöpfung für unsere Investoren entsprechend nach vorne zu treiben und so eine positive Entwicklung des Aktienkurses zu verzeichnen." 

Bis Ende Juni 2017 baute Vapiano seine internationale Präsenz durch acht Neueröffnungen – primär in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden – auf 186 Restaurants aus. Seit dem 30. Juni wurden vier weitere Restaurants eröffnet, sodass die Gesamtzahl der Restaurants weltweit aktuell bei 190 liegt. 

Delivery und Take-away bald in fast allen Restaurants

Als einen wesentlichen Schritt zu einem verbesserten Gästeerlebnis und mehr Profitabilität bezeichnete Halfmann den Ausbau des Take-away- und Delivery-Geschäfts. Bis Ende Juni wurden bereits 51 Restaurants in acht Ländern mit speziellen Take-Away-Countern ausgestattet, das entspricht 27 % aller Restaurants. Mit 30 Standorten ist der deutsche Markt diesbezüglich führend. Mittelfristig sollen rund 75 % aller Restaurants diesen Service bieten. "In Zukunft werden wir keine neuen Restaurants mehr ohne Take-away-Modul eröffnen", kündigte Halfmann an. Allerdings sei man abhängig von Lieferdiensten wie foodora und Delveroo. "Die Lieferlogistik werden wir nun in Ausnahmefällen selbst betreiben."

Auch die Entwicklung und Nutzung der Vapiano Order-Website und der Vapiano People App seien Ausdruck der zusätzlichen Wachstumsdynamik, die die Digitlisierungsmaßnahmen dem Unternehmen verleihen, so Halfmann. Mit der Vapiano People App können Gäste Take-Away oder Home Delivery ordern, im Restaurant Dolci und Getränke von der Bar bestellen, Loyalty-Punkte sammeln und mit ihrem mobilen Endgerät bezahlen. Zum Stichtag 30. Juni 2017 nutzten rund 140.000 Gäste die App.

An seinem Ziel, bis Ende 2020 weltweit rund 330 Restaurants zu betreiben hält Halfmann fest. "Für Deutschland sind aktuell zehn neue Standorte in der Planung, einige davon werden noch in diesem Jahr eröffnen." In Zukunft sei auch das Wachstum mit dem bereits in Ingolstadt und Wien implementierten Mini-Format in Deutschland denkbar. "Wir sind mit den Pilotbetrieben sehr zufrieden und sehen in diesem kleinen, Food Court-tauglichen Format großes Potenzial. 

Bis zu 30 neue Restaurants in diesem Jahr

Angesichts der positiven Wachstumszahlen konkretisierte Halfmann die auch Prognose für das Geschäftsjahr. "Wir planen, 2017 zwischen 25 und 30 neue Restaurants mit Fokus auf Deutschland, Österreich, die Niederlande, Großbritannien, Schweden und Frankreich zu eröffnen. Der Konzernumsatz soll 2017 auf 315 bis 335 Mio. Euro steigen, was ein Plus von 24 % bis 33 % im Vergleich zu 2016 bedeutet." Flächenbereinigt plant das Unternehmen zwischen 3 % und 5 % zuzulegen. Die Profitabilität, gemessen am bereinigten EBITDA, soll auf 38 Mio. Euro bis 40 Mio. Euro vor Berücksichtigung von Restaurant-Eröffnungskosten steigen. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg von 31 bis 38 %.

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