McDonald’s

Start neuer Arbeitgeber-Imagekampagne

„Was Geht? Arbeiten wie du bist“. So heißt die neue Arbeitgeber-Imagekampagne, die McDonald’s am 20. Mai startet. Damit will sich der größte Arbeitgeber der deutschen Gastronomie mit 58.000 Mitarbeitern für die Zukunft fit machen. Und die bringt durchaus Herausforderungen mit sich.

Der Arbeitsmarkt habe sich enorm geändert in den letzten Jahren, sagte Gabriele Fanta bei der Präsentation der Kampagne gestern Abend in Berlin. Gerade die Gastronomie sei bei den Ausbildungsberufen unbeliebt, noch unter der Landwirtschaft rangiere sie, so der Personalvorstand. Auch bei McDonald’s blieben zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. Der Druck auf die Arbeitgeber wächst.
Deshalb wolle man mit der Kampagne zeigen, worauf man als Unternehmen stolz sein kann. „Wir wollen weg vom McJob hin zu McChance“, sagte Fanta in ihrer Keynote gleich zu Beginn der Veranstaltung. Immerhin hätten drei Mitglieder der Geschäftsleitung mit Nebenjobs in Filialen angefangen. „Bei uns kann man auch mit Tattoos Karriere machen“, so Fanta.

Man habe bewusst nicht mit Models gearbeitet, sondern mit Mitarbeitern aus den Filialen. Damit wolle man zeigen, dass der Mensch im Vordergrund stehe, so der Unternehmenssprecher Philipp Wachholz. Gerade Quereinseiger und Berufsanfänger wolle man eine Chance geben. Und Flüchtlingen. Mit Vielfalt hat man schließlich Erfahrung. Die Mitarbeiter kommen aus 125 Ländern. Bei fehlenden Deutschkenntnissen helfe man mit modern gestalteten Online-Sprachkursen. Mit Teilzeitmodellen möchte man Rücksicht auf individuelle Lebensumstände bieten.

Rund um die Präsentation gab es eine hochkarätig besetzte Diskussionsveranstaltung über die Zukunft der Arbeit. Employer Branding sei in Zeiten des Fachkräftemangels immer wichtiger, sagte Raimund Becker von der Bundesagentur für Arbeit. „Die Human Resources müssen aus ihrer Comfort Zone rausbewegen“. Man sei in Deutschland zu zertifikatsverliebt. Dilek Kolat (SPD), die Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration in Berlin, kritisierte: „Unternehmen haben gepennt und falsch geschaut – nur nach Noten. Jugendliche können deshalb nicht zeigen, was sie können.“ Gabriele Fanta wiederum betonte, man achte heute weniger auf die Noten, und mehr auf das, was der Mensch gemacht habe.

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