Gastro Gründerpreis 2017

Start-ups in fünf Kategorien ausgezeichnet

Die fünf Gewinner des diesjährigen Gastro-Gründerpreises wurden gestern auf der Berlin Food Night im Rahmen der Berlin Food Week gekürt. Fünf Gastro-Startups setzen sich mit ihren Geschäftsideen unter 715 Teilnehmern durch. Die Jury um Billy Wagner und Cynthia Barcomi begeisterten in diesem Jahr vor allem Gründungskonzepte, die aktuelle gesellschaftsrelevante Themen mit gastronomischen Lösungsansätzen aufgreifen.

Themen wie Heimat, Rückkehr zu den Wurzeln und die Gastronomie als Ort des miteinander Lebens und Lernens standen im Mittelpunkt vieler gastronomischer Neugründungen der vergangenen Monate. Die Sieger des Gastro-Gründerpreises setzen sie kulinarisch auf ansprechende Weise und mit ihrem Geschäftsmodell um: ob koreanisch oder orientalisch, regional oder handwerklich – alle fünf prämierten Konzepte kochen weit über den Tellerrand hinaus.

Zum sozialsten Konzept wurde Chickpeace aus Hamburg gekürt (https://youtu.be/dnSpH0QYz8o). Wie können geflüchtete Frauen wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen? Diese Frage stellte sich die Hamburger Sozialarbeiterin Manuela Maurer und kam schnell auf ein Thema, das schon immer Menschen zusammenbringt: Kochen und Essen. Was mit Kochkursen für deutsche und geflüchtete Frauen begann, führte zu einem Catering-Service und ab Frühjahr 2018 zum festen Lokal im Hamburger Gängeviertel. 

Als wirtschaftlich erfolgreichstes junges Konzept wurde das BRLO Brwhouse in Berlin ausgezeichnet (https://youtu.be/IcOhlK_SekE) An einem feucht-fröhlichen Abend im Jahr 2014 entschieden die Studienfreunde Christian Laase und Katharina Kurz: „Wir brauen unser eigenes Bier.“ Zusammen mit Braumeister Michael Lembke setzten sie ihren Plan in die Tat um – erst als Wanderbrauer und seit 2017 im eigenen BRLO Brwhouse. Im angeschlossenen Restaurant serviert Chefkoch Ben Pommer perfekt auf die hauseigenen Biere abgestimmte Gemüsegerichte im außergewöhnlichen Ambiente. Brauerei und Restaurant sind in 38 Überseecontainern untergebracht – und komplett mobil.

Zum innovativsten Konzept wählte die Jury Good Bank, ebenfalls in Berlin (https://youtu.be/jqKZiP1iDKU). Vom Beet direkt auf den Tisch – und das mitten in der Großstadt Berlin. Im weltweit ersten Vertical-Farm-Restaurant Good Bank werden die Nahrungsmittel, aus denen die Gerichte bestehen, direkt vor Ort angebaut: aus genfreiem Saatgut, ohne Pestizide, dafür aber reich an Vitaminen und Nährstoffen. Dabei nutzen die Gründer Ema Paulin und Leandro Vergani das Konzept der vertikalen Landwirtschaft, das eine tragfähige Landwirtschaft in mehrstöckigen Gebäuden in Städten ermöglichen soll. 

In der Kategorie 'nachhaltigstes Konzept' gewann ReFOODgees aus Köln (https://youtu.be/lqZMSnbI8jc). Essen verbindet Kulturen – unter diesem Motto veranstalten die ReFOODgees in Köln exklusive Dinnerabende und Kochkurse, sind auf Street-Food-Festivals präsent und bieten einen Catering-Service. Mit ihrer authentischen orientalischen Küche begeistern sie ihre Gäste und leisten einen aktiven Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Bei den reFOODgees kochen Migranten aus Syrien – gelernte Köche und Foodies. Mit Gesprächen, Musik und gegenseitigem Austausch geben die Initiatoren des Projekts – Christian Schmitt und Lena Breuer – den ReFOODgees, den Geflüchteten, ein Gesicht.

Als authentischstes Konzept lobte die Jury schließlich Kimbap Spot aus Bochum (https://youtu.be/WBNE7rNOmuk) Colourful, handmade, plantbased – mit diesen Worten fasst Gründerin Kyung-Ah Meiers das Konzept des Kimbap Spot zusammen. Ihre Liebe zur koreanischen pflanzlichen Küche weckte bei der Gründerin die Idee, ihre kunterbunten Köstlichkeiten erst auf Street-Food-Märkten und ab Oktober 2017 auch im eigenen Restaurant in Bochum anzubieten. Ihr farbenfrohes, handgemachtes koreanisches Soulfood begeistert eine wachsende Fangemeinde.

Jedem Gewinner steht ein eigener Mentor aus dem Kreis der Jury mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Jahr engagieren sich folgende Experten: • Cynthia Barcomi, Gastronomin, Queen of Baking und Autorin • Billy Wagner, Inhaber des Speiselokals Nobelhart & Schmutzig • Sophia Hoffmann, vegane Köchin und Autorin • Heinz ‚Cookie’ Gindullis, Gastronom und Nachtclublegende • Eva-Miriam Gerstner, Hospitality-Consultant • Till Riekenbrauk, Gründer des Pop-up-Restaurantkonzepts Laden Ein • Erich Nagl, ETL ADHOGA • David Klemm, Mastercard • Frédéric Schumacher, HoReCa.digital • Alexander van Hessen, Berlin Food Week • Marcus W. Mosen, Concardis • Daniel Da Rocha, Unibail-Rodamco Germany • Benjamin Brouër, fizzz Magazin • Jakob Schreyer, orderbird

Auf die fünf Gewinner wartet ein Siegerpaket im Wert von je über 10.000 Euro. 

Der Gastro-Gründerpreis prämiert seit 2014 die besten Gründungskonzepte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hat sich seit seinem Start im Jahr 2014 zum größten Gründerwettbewerb für Gastronomen im deutschsprachigen Raum entwickelt. Bei den 715 Einreichungen allein in diesem Jahr zeigen die Jungunternehmer einen hohen Grad an Kreativität, Qualität und Innovation. Die Gründungsinitiative wird veranstaltet von orderbird, dem führenden iPad-Kassensystem für die Gastronomie.

www.gastro-gruenderpreis.de
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