Paniceus

Startschuss für Burger-Marke Peter Pane fällt in Binz

Gut einen Monat nach der Trennung zwischen Franchisegeber Hans im Glück und seinem norddeutschen System-Partner Patrick Junge (Paniceus Gastro Systemzentrale) eröffnen in dieser Woche die ersten Burger-Restaurants unter dem neuen Namen Peter Pane. Innerhalb der vergangenen fünf Wochen wurden das Lieferanten-Netzwerk, Rezepturen, Arbeitsabläufe und Branding neu aufgesetzt.

7. März: Binz,  9. März: Hamburg (Turnhalle), 11. März: Hamburg (Schlump) – so die Daten für die ersten Neueröffnungen nach dem Re-Modelling von Konzept und Marke. Bis zum 11. April sollen alle zwölf Hans im Glück-Filialen des ehemaligen System-Partners für Norddeutschland, Patrick Junge, in Peter-Pane-Restaurants verwandelt werden. Rund 200.000 € investiert Paniceus pro Filiale laut Junge in die Neugestaltung. Ausziehen mussten die im Markenbild von Hans im Glück fest verankerten Birkenstämme. Dafür erhalten Fußböden (jetzt Messing & Naturholz) und Decken (eine Holz-Komposition) einen neuen Look.

„Unser Anspruch ist es, einen echten Neustart hinzulegen. Wir wollen raus aus der Vergleichbarkeit und keinesfalls eine billige Kopie von Hans im Glück werden“, so Junge. „Dazu gehörten ein 100-prozentiger Austausch der Lieferanten, eine glaubwürdige Marken-Story, ein anderer Ladenbau, eine überarbeitete Karte inklusive adaptierter Arbeitsabläufe.“ Unangetastet allerdings bleibt das gastronomische Grundkonzept, das auf einer großen Burger-Auswahl und einer umfangreichen Cocktail-Karte basiert.

‚Herkunft: Deutschland‘ hat sich Paniceus als Leitlinie für den Einkauf gesetzt. „Die Soßen kommen aus einer Hamburger Manufaktur, Geflügel und Rind aus Deutschland, das Brot aus unserer eigenen Familienbäckerei“, sagt Junge. Die Brotkompetenz des Familienunternehmens Junge wolle man künftig stärker ausspielen. Ausgebaut wurden zudem die Bereiche Vorspeise und Desserts. Neu ist auch eine Upgrade-Option vom 150-g-Standard-Patty auf ein 180-g-Black-Angus-Patty.

„Der Name Peter Pane steht zum einen für die Unternehmensphilosophie, die wir uns auf die Fahnen schreiben wollen, und zum anderen für meine Wurzeln, die beim Brot liegen“, erklärt Junge. „Wie Peter Pan wollen wir nie erwachsen werden, unsere Leichtigkeit und die Bereitschaft, zu lernen und uns zu entwickeln, beibehalten.“ Das Namensrecht hatten sich Patrick Junge und sein Cousin Alex für künftige gemeinsame Unternehmungen bereits vor einigen Jahren schützen lassen.

„Das ganze Team mit auf den Weg zu nehmen, zählt wohl zu den größten Herausforderungen der letzten Wochen und der kommenden Tage“, meint Junge. „Schließlich birgt ein Neuanfang auch immer Unwägbarkeiten. Aber alle haben an einem Strang gezogen: Die 25 Mitarbeiter in der Lübecker Zentrale haben fast Tag und Nacht gearbeitet, alle Restaurant-Teams sind vollständig an Bord geblieben ebenso wie alle Vermieter. Das gibt uns die Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind und alle motiviert sind, Peter Pane zum Erfolg zu führen.“

Eine Probezeit für die neue Marke wird es schließlich nicht geben. „Wir wollen jedes Jahr fünf bis sechs neue Restaurants eröffnen“, kündigt Junge an. „Fünf neue Mietverträge für Starttermine in diesem Jahr sind bereits unterzeichnet.“ Im kommenden Jahr will Paniceus darüber hinaus die erste Franchise-Lizenz vergeben.

Auch das Original wird derweil nicht auf der Stelle treten. Nach Plänen von Hans im Glück-Gründer und Geschäftsführer Thomas Hirschberger sollen noch im ersten Halbjahr bundesweit 20 neue Filialen eröffnen. „2016 wollen wir unsere Marktposition deutlich ausbauen. Uns liegen zahlreiche Anfragen in Top-Lagen vor, die wir derzeit genau prüfen“, erklärt Hirschberger. Mit der geplanten Eröffnung in Kufstein wird es ab Sommer erstmals auch außerhalb Deutschlands Hans im Glück-Burger geben.

National liege das Augenmerk jetzt vor allem auf der Expansion nach Norddeutschland. „Nach der Trennung von unserem Systempartner im Norden arbeiten wir mit Hochdruck daran, gerade in dieser Region neue Standorte zu erschließen. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte werden wir unser einmaliges Burgerkonzept auch wieder im Norden etablieren“, so Hirschberger. Derzeit betreiben 16 Franchise-Partner 34 Burgergrills in 19 Städten.


www.peterpane.de
http://hansimglueck-burgergrill.de

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