Steigenberger Hotel Group blickt auf ein erfolgreiches 2005 zurück

Für die Steigenberger Hotel Group ist das Geschäftsjahr 2005 positiv verlaufen. „2005 war das Jahr der Konsolidierung. Die Gruppe konnte sich positiv gegen den allgemeinen Trend durchsetzen“, erklärte Vorstandssprecher Karl Anton Schattmaier anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main. So konnte die Gesellschaft Umsatz und Betriebsergebnis steigern. Die Auslastung kletterte um 1,7 Prozentpunkte auf 63 Prozent – das höchste Niveau seit 1991. Die Stadt- und Ferienhotels steigerten ihre Belegung um 1,7 Prozentpunkte (61,3 Prozent) beziehungsweise 0,4 Prozentpunkte (60,4 Prozent). Die Auslastung der InterCityHotels erreichte mit einem Plus von 2,9 Prozentpunkten den Spitzenwert von 67,5 Prozent. Der Yield verbesserte sich um 2,1 Prozent oder 1,01 Euro auf 48,29 Euro. Entgegen der Erwartungen konnte der durchschnittliche Zimmerpreis nicht gesteigert werden, er sank um 0,7 Prozent oder 0,57 Euro (bereinigt 0,31 Euro) auf 76,61 Euro. Differenziert nach Geschäftsbereichen konnten die Steigenberger Stadthotels ihre Durchschnittsrate von 93,42 Euro halten, während der Durchschnittspreis der Ferienhotels portfoliobedingt um einen Euro auf 80,57 Euro nachgegeben hat. Die InterCityHotels mussten dem teils aggressiven Wettbewerb im Mittelklasse-Segment (z.B. Accor mit 1-Euro-Aktion) Rechnung tragen. Sie gaben 0,70 Euro am Durchschnittspreis ab und liegen bei 52,17 Euro. „Wir werden versuchen, in 2006 eine Preiserhöhung durchzusetzen“, erklärte Schattmaier. In 2005 hatte die Gruppe keine Neuzugänge zu verzeichnen. Das Portfolio der Gruppe reduzierte sich in 2005 um das Bad-Hotel Zum Hirsch in Baden-Baden. Damit betrug die Anzahl der Hotels im vergangenen Jahr 76 Häuser (inklusive Franchise). Trotz der Reduzierung der ganzjährig verfügbaren Zimmer konnten in der Gruppe (Konzern, Management- und Franchisebetriebe) die Roomnights leicht um 1,1 Prozent auf 2,93 Mio. gesteigert werden. Auch der Umsatz der Gruppe inklusive Franchisebetriebe stieg von 425 Mio. Euro um 1 Prozent auf 429,8 Mio. Euro. Portfoliobereinigt liegt die Umsatzsteigerung bei 2,4 Prozent. Im Kerngeschäft verzeichneten die Hotelbetriebe der Gruppe eine Umsatzsteigerung von 6,1 Mio. Euro auf 334,8 Mio. Euro, ein Plus von 1,9 Prozent. Wesentlich dazu beigetragen haben die Stadthotels mit einem Umsatzplus von 6,5 Mio. Euro und die InterCityHotels mit einem Plus von 1,3 Mio. Euro, während die Ferienhotels einen Umsatzrückgang in Höhe von 1,7 Mio. Euro hinnehmen mussten. Bereinigt um das aus dem Portfolio ausgeschiedene Haus auf Gran Canaria ergibt sich auch hier eine Steigerung von 4,4 Prozent oder 3,6 Mio. Euro. Der GOP (Gross Operating Profit) der Hotelbetriebe – die Messgröße des operativen Erfolges in der Gruppe – konnte absolut um 1,6 Mio. Euro gesteigert werden. Er ist von 93,9 Mio. Euro oder 28,6 Prozent des Umsatzes auf 95,5 Mio. Euro (+1,7 Prozent) oder 28,5 Prozent des Umsatzes gestiegen. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) entwickelte sich von 6,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 8,6 Mio. Euro. Bedingt durch im Geschäftsjahr angefallene Sonderbelastungen aus Restrukturierung und für Risikovorsorge ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro nach 3,1 Mio. im Vorjahr. Das insgesamt gute Geschäftsergebnis führte der Vorstandssprecher in erster Linie auf die in 2004 begonnene Neuausrichtung des Konzerns zurück, die die Konzentration auf das Kerngeschäft Hotellerie beinhaltete. Die Maßnahmen betrafen die Neuaufteilung der Geschäftsfelder, die Organisationsstruktur sowie die Markenpolitik. So haben sich die Reduzierung des Portfolios von vier auf zwei Marken (Steigenberger Hotels and Resorts im Vier- und Fünf-Sterne-Segment und das Mittelklasse-Konzept InterCityHotels) sowie die Einführung von drei operativen Geschäftsbereichen positiv auf das letztjährige Ergebnis der Steigenberger Hotel Group ausgewirkt. Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf der Stärkung des Verkaufs. Es wurde eine Global Sales-Struktur eingeführt, die auf die Betreuung von Branchen und Großkunden im In- und Ausland zugeschnitten ist. Für ein umfassendes Investitionsprogramm in die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft und damit in Renovierungsarbeiten in bestehende Häuser stehen der Gruppe 150 Mio. Euro zur Verfügung. Bis 2008 sollen die strukturerhaltenen Maßnahmen abgeschlossen sein. In Vorbereitung auf dieses Investitionsprogramm hat die Steigenberger Hotels AG bei der finanziellen Konsolidierung einen erheblichen Schritt nach vorn gemacht. Basierend auf einem gestiegenen Cash-Flow und Mittelzuflüssen aus Desinvestitionen konnte die Nettokreditverschuldung im Konzern von 23,8 Mio. Euro (2004) auf 3,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2005 deutlich abgebaut werden. Den Startschuss des Programms bildete das Flaggschiff Frankfurter Hof. Hier investiert die Gruppe rund 10 Mio. Euro. Die Renovierungsmaßnahmen unter anderem in das Gourmetrestaurant Français, den Innenhof, Vergrößerung einiger Zimmer und Erneuerung der Fassade sollen bis zur WM fertig gestellt sein. Die Wiedereröffnungsfeier ist für den 1. Juni geplant. Außerdem erfolgreich vollzogen in 2005: die Überarbeitung einer neuen Corporate Identity der Gruppe, worunter zum einen das Logo mit den fünf aufsteigenden Sternen sowie die Neuerstellung sämtlicher Marketingutensilien gehören. Des Weiteren hat Steigenberger die das Kundenbindungsprogramm, das zurzeit 40.000 Mitglieder zählt, neu gestaltet. Für die Gruppe wurde außerdem ein neues Spa- und Wellnessprogramm entwickelt, das vor allem in den neuen Häusern umgesetzt wird, aber auch nach und nach in den bestehenden Häusern eingeführt wird – so bereits geschehen im Hamburger Haus. Der Blick auf das 1. Quartal 2006 zeigt, dass sich die positive Entwicklung der Steigenberger Hotel Group fortsetzt. Der Umsatz der Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Mio. Euro auf 86,3 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 81,3 Mio. Euro). Die Rate hat sich um 1,18 Euro auf 81,03 Euro, der Yield um 1,73 Euro auf 46,35 Euro erhöht. Die Steigenberger Hotel Group sieht sich mit der den veränderten Marktbedingungen angepassten Strategie für die Zukunft gerüstet. Seinem erklärten Ziel, zukunftsträchtige Standorte systematisch auszubauen, ist das Unternehmen in diesem Jahr bereits einen Schritt näher gekommen. Im März hat das von dem italienischen Star-Designer Matteo Thun gestaltete Steigenberger Hotel Therme Meran eröffnet. Es ist das erste Steigenberger Hotel in Italien. Anfang April folgte die Eröffnung des Steigenberger Hotel de Saxe vis-à-vis der Frauenkirche in Dresden. Anfang Juni eröffnet das Steigenberger Strandhotel in Zingst an der Ostsee, im Herbst das Steigenberger Al Dau Resort Red Sea in Ägypten. 2007 stehen die Eröffnungen der InterCityHotels in Dresden, Essen und Mainz auf dem Programm. 2008 folgt ein Steigenberger Ferienhotel auf der Nordseeinsel Norderney. Im Mittelpunkt der Geschäftsziele in 2006 stehen laut Schattmaier unter anderem eine Konzentration auf die Hotelbetriebsführung, eine konsequente Mitarbeiterqualifikation, eine kontrollierte Expansion sowie ein Ausbau des E-Commerce-Bereiches und des Wellnessprogramms.


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