Studentenwerke fordern Unterstützung durch die Länder

Die 58 Studentenwerke in Deutschland haben im vergangenen Jahr ihre Einnahmen um 4,7 Prozent auf knapp 1,4 Mrd. Euro erhöht. Zwei Drittel davon erwirtschafteten sie selbst, vor allem über Umsatzerlöse aus der Hochschulgastronomie und Mieteinnahmen aus den Studentenwohnheimen.

Die Länder steuern dagegen nur noch 10,3 Prozent zu dem Gesmtetat der Studentenwerke bei. Anfang der 90er Jahre waren es noch mehr als 24 Prozent gewesen. Inzwischen registriert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde allerdings in einigen Ländern ein Umdenken. So habe Nordrhein-Westfalen die Zuschüsse an die Studentenwerke erhöht, das Land Niedersachsen eine Erhöhung der Finanzhilfe und Baden-Württemberg eine generelle Stärkerung der Studentenwerke angekündigt. "Hochschule und Studentenwerke erwarten so viele Erstsemester und so viele Studierende insgesamt wie noch nie in der Geschichte", fordert Meyer auf der Heyde auch die anderen Länder auf, parallel zum Ausbau der Studienplätze auch in die Studentenwerke deutlich stärker zu investieren.

Mi 199 Mio. Euro oder 14,1 Prozent machten die Semesterbeiträge der Studierenden inzwischen einen größeren Anteil an den Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus als die Landeszuschüsse. Im Bundesdurchschnitt bezahlen die Studierenden 53,56 Euro Semesterbeirag an ihr Studentenwerk, bezieht sich Meyer auf der Heyde auf die jüngste DSW-Broschüre "Studentenwerke im Zahlenspiegel 2010/2011". Oft könnten die Studentenwerke die sinkenden Landeszuschüsse nur über höhere Semesterbeiräge oder höhere Essenspreise in den Mensen ausgleichen. "Aber es kann nicht sein, dass die Studierenden noch stärker zur Kasse gebeten werden".

www.studentenwerk.de


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