Subway stellt sich Vorwürfen der Franchise-Nehmer

Das Problem ist bekannt, wurde jetzt aber durch einen Bericht im Spiegel öffentlich: Die Sandwich-Kette Subway expandiert rasant, doch offensichtlich wächst die Struktur des Unternehmens nicht schnell genug mit. Unter den knapp 300 Franchise-Nehmern, die rund 400 Restaurants in Deutschland betreiben, macht sich Unmut breit. Weniger als die Hälfte von ihnen, so ergab eine 2006 im Auftrag des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) erhobene Umfrage unter den Restaurant-Partnern, sind mit dem System zufrieden. Die Unzufriedenheit resultiere vor allem aus der fehlenden Markenbekanntheit und ungenügenden Erträgen. Außerdem bemängelten die Franchise-Partner die mangelnde Struktur bzw. die nicht ausreichende Unterstützung durch die Systemzentrale.

Im Rahmen eines Round Tables nahmen Subway-Manager, Vertreter der Franchise-Partner sowie des Franchise-Verbandes jetzt zum Sachverhalt Stellung. Marco Wild, Area Development Manager Deutschland, Österreich und Schweiz, räumte Probleme ein. „Wir haben gelernt, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen“, sagte er und verwies auf die starke amerikanische Konzern-Mutter. Doch nicht alles, was sich in Amerika bewährt, funktioniert auch in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr habe man diverse Maßnahmen zur Struktur-Verbesserung auf den Weg gebracht. Dazu gehöre etwa die personelle Aufstockung der Kölner System-Zentrale, die Einrichtung von Schulungsmöglichkeiten und die Verbesserung der internen Kommunikation. Zuständig für den lokalen Support der Franchise-Partner seien die sogenannten Development Agents (DVAs) – 16 Gebietsentwickler, welche das Wachstum von Subway in Deutschland vorantreiben. „Auch die DVAs werden ihre Büros ausbauen“, versprach Wild. Verstärkte Markenbekanntheit verspricht man sich von der ab Mitte April startenden Fernsehwerbung. „Wir brauchten die Masse von 400 Restaurants, um das nötige Kapital für die TV-Werbung bereitstellen zu können.“

„Die Zufriedenheit der Franchise-Nehmer steht und fällt mit der Betreuung“, betonte Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbandes (DFV) in Berlin. Auch der Verband hatte Druck auf die Sandwich-Kette ausgeübt, die seit 2002 assoziiertes, aber immer noch kein volles Mitglied im DFV ist. Wesentliche Voraussetzungen dafür seien nicht erfüllt, monierte der DFV, so seien der Franchise-Vertrag und das Handbuch nur in englischer Sprache abgefasst worden. Inzwischen gibt es deutsche Handbücher und auch einen deutschen Vertrag, der aber erst seit Februar 2007 auch bindend ist.

Im September dieses Jahres soll es eine erneute Zufriedenheitsbefragung unter den Franchise-Partnern von Subway geben. Dann wird sich zeigen, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen.
www.subway-sandwiches.de


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