Symposium zur Betriebsverpflegung mit humoristischen Akzenten

Über 170 Teilnehmer kamen zum „In Form-Symposium“ rund um die Betriebsverpflegung nach Bonn. Organisiert von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) begeistere allen voran Keynote-Speaker Eckart von Hirschhausen, der als Moderator durch den Vormittag führte und zudem einen humoristischen Blick auf das Thema warf. Seine These: Die Ernährungswissenschaft vergisst allzu oft den Genuss.

 

Eine ausgewogene Verpflegung ist neben Bewegung und Stressmanagement mittlerweile eines der Top-Themen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, verdeutlichte zum Auftakt der Veranstaltung Prof. Dr. Volker Nürnberg. Als Leiter des Beratungsunternehmens Mercer Deutschland unterstützt er Unternehmen beim Aufbau eines professionellen Gesundheitsmanagements. Ein Unternehmen könne nur so gesund sein wie seine Mitarbeiter, ist der Experte überzeugt. Ein hoher Krankenstand sei in der Regel der Anstoß für viele Unternehmen, ins Betriebliche Gesundheitsmanagement einzusteigen. Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, der Atemwege und psychische Erkrankungen verursachen heute die meisten Fehltage. Umso wichtiger sei ein professionelles Gesundheitsmanagement mit den vier Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Stress und Sucht mit klaren Zielsetzungen für das Unternehmen. „Ich bin froh, wenn wir den aktuellen Krankenstand halten“, betonte Nürnberg. Denn durch den demografischen Wandel sei zukünftig eher mit einem Anstieg der Fehltage zu rechnen.

 

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Christine Zimmermann von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung stellte danach die Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung vor als ein wichtiger Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Inzwischen seien mehr als 100 Betriebe für ihre vorbildliches Verpflegungsangebot von der DGE ausgezeichnet worden. Auch die öffentliche Hand als größter Arbeitgeber gehe mit guten Beispiel voran: Seit 2011 sind alle Kantinen im Geschäftsbereich des Bundes verpflichtet, den Qualitätsstandard umzusetzen. 


Moderator und Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen erklärte höchst amüsant „Warum Essen etwas anderes ist als Ernährung, und Wissen etwas anderes als tun“. Bei der ganzen Diskussion um eine gesunde Ernährung, dürfe die Wissenschaft nicht vergessen, das Essen immer noch Genuss sei, so Hirschhausen. Wolle man die Menschen zu einer Verhaltensänderung bewegen, dürfe man nicht mit Tabellen und Verboten kommen. „Vorbote machen Dinge immer künstlich interessant“. Das gelte für Kinder wie auch für Erwachsene. Vielmehr seien die Ernährungsberater gefordert, das nötige Wissen auf einfache, verständliche Weise und mit etwas mehr Humor den Betroffenen rüberzubringen. Schließlich soll Essen glücklich machen.

Wie Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich in der Praxis aussehen kann, erläuterten am Nachmittag insgesamt fünf verschiedene Unternehmen, darunter die Landessparkasse zu Oldenburg, Obi und Daimler Buses. 

Zum Finale der Veranstaltung zeichnete der DGE-Präsident Prof. Dr. Helmut Heseker gemeinsam mit Hermann Huckert vom Bundesernährungsministerium feierlich vier weitere Unternehmen für ihre vorbildliche Betriebsverpflegng mit dem Job&Fit-Zertifikat aus. Über die Auszeichnung freuten sich die Unternehmen Heraeus Liegenschafts- und Facility Management aus Hanau, ThyssenKrupp DeliCate für den Standort Essen, die Stadtwerke Münster, bewirtschaftet von HJK-Catering und LZ-Catering für insgesamt 14 Standorte. 

Das Projekt „Job & Fit – Mit Genuss zum Erfolg!“ wird von der DGE durchgeführt und ist Teil des Nationalen Aktionsplans „In Form – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

www.jobundfit.de
www.in-form.de


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