Pop-up

Szenebar im Abbruchhaus

Ein bisschen gespenstisch wirkt es schon - wenige Meter von den verglasten und gelackten Hochhausfassaden der großen Banken mitten in Frankfurt gibt es da seit dieser Woche eine Location mit morbidem Charme. "NM57" nennen die Macher des erfolgsverwöhnten Restaurants Margarete in der Nähe des Frankfurter Römers ihr neuestes Baby.

Pop-up lautet die Devise. Und dafür haben Raffaela Schöbel und Simon Horn dem Erdgeschoss eines seit zehn Jahren leerstehenden Bürogebäudes Leben eingehaucht. "Ein Jahr lang werden wir den Laden hier behalten, bevor das Haus abgerissen wird", sagt Schöbel. Gedacht ist die Mischung aus Bar und Grillbude für Leute, die nach der Arbeit noch zusammensitzen und netzwerken wollen.

Wein gibt es (ab 22 Euro) nur in Flaschen, Bier m Sixpack oder auch in einzelnen Flaschen (3 Euro). Der morbide Charme des Gebäudes wird durch Details wie Blumen und alte Sitzmöbel noch unterstrichen. Hier kann man sich nach einem arbeitsreichen Tag so richtig "hinfläzen". Natürlich kann man die Pop-up-Bar auch für Veranstaltungen mieten - 300 Personen finden hier bequem Platz.

Zu Essen gibt es Kleinigkeiten vom Grill im Innenhof, eine Küche existiert nicht. Hauptsächlich kleine Spieße (etwa vom Huhn oder Rinderherz) werden auf Salat serviert, stilgerecht in einer 2go-Box. Das NM57 soll eine neue Feierabend-Location für die Innenstadt werden. Um Mitternacht ist Schluss. 

NM57, Dienstag bis Donnerstag ab 17.30 Uhr, Frankfurt, Neue Mainzer Straße 57

www.margarete-restaurant.de

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