Studierendenwerk Hamburg

Tablettwagen für Rollstuhlfahrer

Für die Rollstuhlfahrer unter den Mensagästen hat das Studentenwerk Hamburg einen Tablettwagen entwickelt und gebaut. Jetzt kommen zwei davon auch in der Hauptmensa in Hannover zum Einsatz.

Studierende, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, konnten bislang ihre Essenswahl am Selbstbedienungstresen nicht ohne Hilfe treffen. Dazu ist der Transport des Tabletts eine wackelige Angelegenheit. Beim Studierendenwerk Hamburg hatte man sich bereits vor einigen Jahren in einem Arbeitskreis dem Thema Barrierefreiheit angenommen. Daraus entstand das Projekt „Tablettwagen für Rollstuhlfahrer“, das federführend von Heinrich Tode, im Auftrag der Geschäftsführung betreut wurde.

Eine Anfrage bei einem führenden Hersteller von Einkaufswagen stieß auf wenig Interesse. Daraufhin nahm sich die Werkstatt des Studierendenwerks selbst der Sache an und entwickelte auf der Basis eines TÜV-geprüften Wanzl-Einkaufswagen den „Hamburger Mensa-Tablettwagen“. Nachdem sämtliche barrierefreien Hamburger Mensen mittlerweile mit dem patentgeschützten Gefährt ausgestattet sind, kann die Werkstatt des Hamburger Studierendenwerks auch Fremdaufträge bearbeiten. Dafür werden 1.341 Euro berechnet, ohne Mehrwertsteuer und Transportkosten. Als erster Kunde hat nun das Studentenwerk Hannover zwei Exemplare geordert. Einer steht bereits in der Hauptmensa bereit, über den weiteren Einsatzort wird noch entschieden.

„Wir freuen uns sehr über Bestellungen, weil es Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, die Teilhabe an dem gemeinsamen Essen in den Mensen der Studierendenwerke oder in Firmen-und Betriebs-Kantinen deutlich erleichtert“, sagt Heinrich Tode, der beim Studierendenwerk Hamburg die Stabsstelle „Projekte“ leitet.

www.studierendenwerk-hamburg.de


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