Tariftreue-Gesetz soll auch für Landtags-Kantine gelten

Die Verabschiedung des Tariftreue-Gesetzes im Saarland bringt den Landtag in Zugzwang. Der Mindestlohn von 8,50 Euro, den künftig alle Lieferanten einzuhalten haben, wird bei einigen Zulieferern der in Eigenregie betriebenen Landtags-Kantine derzeit noch unterlaufen. 

Wie die Saarbrücker Zeitung meldet, sollen Unternehmen künftig nur dann öffentliche Aufträge ab einem Volumen von 25.000 Euro erhalten, wenn sie ihren Mitarbeitern einen Mindest-Stundenlohn von 8,50 Euro gewährleisten. Dies sei offensichtlich bei dem Hauptlieferanten der Landtags-Kantine, Fleischwaren Schwamm in Saarbrücken, nicht der Fall.

Die SZ erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) zuletzt im vergangenen Monat die Landesregierung darauf aufmerksam gemacht habe, dass Schwamm jede Tarifbindung und Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften ablehne. 

Auf Anfrage von cafe-future.net erklärt Pressestelle des Landtages: "Die Verwaltung des Landtages wird darauf achten, dass sich Lieferanten tariftreu verhalten."

stats