Tarifverhandlungen für Systemgastronomie gehen in die zweite Runde

Die Tarifverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten der Systemgastronomie werden am 18. Mai in Hamburg fortgesetzt. Die erste Runde am 4. Mai hatte kein Ergebnis gebracht. Das Angebot des Bundesverband der Systemgastgronomie (BdS) lag mit 1,5 Prozent deutlich unter dem der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit 6 Prozent.
Die NGG fordert außer einer Erhöhung der Tariflöhne und Ausbildungsvergütungen die Einführung eines Entgeltbonus für langjährig Beschäftigte sowie die Angleichung der Bruttoentgelte Ost auf West-Niveau. Die Arbeitgeber wollen ihr um 4,5 Prozentpunkte darunter liegendes Angebot bis zum 31. Dezember 2013 festschreiben.  

"Der Erwartungsdruck der Beschäftigten ist hoch", sagt die stellvertretende NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger. "Große mediale Imagekampagnen reichen nicht aus, um für die Berufe der Systemgastronomie zu werben. Die beste Imagekampagne für die Systemgastronomie wäre eine Lohnerhöhung von sechs Prozent."

Seit Dezember 2010 gilt in der Branche in den alten Bundesländern ein tarifliches Mindeststundenentgelt von 7.50 Euro. Nach den Vorstellungen des BdS soll dies künftig bei Neueinstellungen um zehn Prozent abgesenkt werden können, wenn der Arbeitgeber so entscheide. Laut Aussagen des NGG-Verhandlungsführers Guido Zeidler wolle man damit eine Altregelung wiederbeleben, die 2007 abgeschafft wurde. "Das magere Angebot des BdS ist bei einer Laufzeit bis Ende 2013 und einer Inflationsrate von 2,4 Prozent völlig indiskutabel."

www.ngg.net

www.bundesverband-systemgastronomie.de



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