Tauziehen um insolvente Strohecker-Gruppe

Mindestens zwei Interessenten gibt es für die insolventen Unternehmen der südbadischen Strohecker-Gruppe. Und zwar sowohl die Fürstenberger Brauerei in Donaueschingen als auch der Freiburger Stadtbrauer Ganter wollen die Logistik des Getränkehändlers übernehmen. Strohecker musste Anfang 2003 ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragen. Der Freiburger Insolvenzverwalter Thomas Kaiser mutmaßt, dass bis Mitte Mai zumindest für Teile der Gruppe eine Lösung gefunden ist. Fest stehe, dass vor allem die Logistik des Großhändlers (beliefert wurden 450 Einzelhandelsbetriebe und Gaststätten in Südbaden) sowie der Gastro-Franchise-Bereich (nach eigenen Angaben 2002 mit 70 Outlets über 30 Mio. Euro Umsatz/Platz 39 in Top 100-Ranking) potenzielle Übernehmer locken. Die Strohecker-Kneipen sind nach seinem Design gestaltet und im weitesten Sinne systematisiert. Geschäftsführer Karlheinz Strohecker hatte vor Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens sein eigenes Sanierungskonzept vorgelegt. Die Hausbank lehnte das Vorhaben allerdings als zu risikoreich ab.



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