Stuttgart

Test von Mehrweggeschirr für Take-away-Food

Im Kampf gegen Verpackungsmüll wird in Stuttgart jetzt ein Mehrwegsystem für Restaurants mit Take-away-Food getestet. Das eben mal rasch auf dem Weg mitgenommene Nudelgericht oder Müsli sollen nicht mehr mit einem Gang zum Mülleimer enden. Stattdessen gibt es bei zunächst neun Gastrobetrieben schadstofffreie und wiederverwertbare Boxen für verschiedene Gerichte und Becher für Müsli und Getränke, wie die Mehrweg Initiative Stuttgart mitteilte.

Das Mehrwegsystem sei in Bern bereits etabliert, hieß es, und solle in Stuttgart zunächst sechs Monate lang getestet werden. Kunden bekommen die Möglichkeit, ihr Essen nicht mehr in Einweg-Verpackungen zu erhalten, sondern es in einen Mehrwegbehälter füllen zu lassen. Das Geschirr kann man dann auch in einem Partnerrestaurant abgeben - oder wieder befüllen lassen. "Durch diesen Kreislauf findet keine Ressourcenverschwendung statt", hieß es bei Greenpeace Stuttgart.

Freiburg hatte im November als erste Stadt im Südwesten in 15 Geschäften ein Mehrwegsystem für Kaffee zum Mitnehmen gestartet. Inzwischen nehmen 75 Cafés und Bäckereien teil, hieß es bei der Abfallwirtschaft. Als Alternative zum Einwegbecher stellt ihnen die Stadtreinigung Mehrwegbecher aus stabilem, spülmaschinenfestem Kunststoff zur Verfügung - den 'Freiburg-Cup'. Kunden könnten diese gegen ein Euro Pfand erhalten und nach dem Konsum wieder zurückgeben.
Quelle: dpa


stats