Think big

Am 25. September 2000 hat die Volkswagen AG nach zehnmonatiger Bauzeit seine neue Zentralküche im Beisein von 200 Gästen feierlich eröffnet. Damit steht das 20 Millionen Mark teure Herzstück der Volkswagen Wirtschaftsbetriebe für das interne und externe Verpflegungsgeschäft zur Verfügung. Wolfgang Schuster, Leiter der Business Unit Dienstleistungen: "Volkswagen setzt Maßstäbe nicht nur im Automobilbau, sondern auch in der Großverpflegung." Europas größter Automobilbauer betreibt gleichzeitig auch eine der größten betriebsgastronomischen Einrichtungen des Kontinents: Die VW-Wirtschaftsbetriebe kochen für 100.000 potenzielle Kunden und Gäste. Und dank der neuen Zentralküche bekommen selbst die rund 7.000 Mitarbeiter in der Nachtschicht noch zu später Stunden ein warmes und frisches Essen auf den Tisch. Die Herausforderung der durchgängigen Kundenorientierung, der sich die "atmende Fabrik" im Automobilbau stellt, wird somit auch im Dienstleistungsbereich verwirklicht. Die Dimensionen sind riesig: Bei einer Kapazität von 32.000 Menükomponenten im Zwei-Schichtbetrieb sind das an 220 Arbeitstagen rund sieben Millionen Einheiten pro Jahr. Schuster: "Think big - Volkswagen setzt Maßstäbe!" Und weiter: "In der Zentralküche wird ein neues Verfahren angewandt, welches neue Qualitätsstandards in der Großverpflegung setzen wird." Einen Vorteil sieht Schuster in dem Optimierungspotenzial beim Personaleinsatz, der verbesserten Geräte- und Maschinenauslastung, dem geringeren Flächenbedarf und der Erschließung neuer Märkte. Neben der Vermarktung von rund 18.400 Einheiten für die Werke Wolfsburg, Hannover, Braunschweig und Salzgitter laufen bereits intensive Vertragsgespräche mit externen Kunden. Federführend für die Vermarktung ist der Kooperationspartner Compass. In seiner Ansprache hob Klaus Volkert, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, hervor, "dass mit dieser Zentralküche eine Infrastruktur entsteht, die sowohl die Grundlage für neue Dienstleistungen am freien Markt als auch Voraussetzungen für eine leistungsfähige und überzeugende Belegschaftsversorgung bildet." Volkert weiter: "Und gleichzeitig bleiben Arbeitsplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten, die wir aus sozialen Gründen ganz bewusst nicht aufgeben, sondern sogar weiterentwickeln... Ich will bewusst nicht verschweigen, dass der Kampf um die Investitionsmittel ... nicht einfach war." Im weiteren Programm stellte Hans-Ulrich Stieb, Leiter der Zentralküche, heraus, dass es sich bei einem täglichen Verbrauch von 15 Tonnen an Lebensmitteln um eine gewaltige Aufgabe handelt, die nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern und reichlich Know-how zu meistern ist. Insgesamt produziert das 45-köpfige Team 80.000 Einzelkomponenten täglich. Für die Frage: "Wie machen die das eigentlich?", wurde extra ein Werbespot gedreht. Hauptdarsteller: die Supermöhre Charly. (Smi)



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