Tolles Foodservice-Jahr für Ikea

Rund 171 Mio. EUR hat Ikea Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr (1.09.06-31.08.07) allein mit F&B generiert, und zwar in 41 Häusern. Die Summe steht für gut 5,3 % der gesamten Konzernerlöse hierzulande – der gleiche Prozentsatz wie im Jahr davor bei einem Foodservice-Umsatz von 154 Mio. EUR. Mit diesem Ergebnis belegen die Schweden im Top-100-Ranking 2006 der food-service den 9. Platz. Die Erlöse der drei Neueröffnungen in Hannover, Augsburg und Frankfurt mitgerechnet, konnte der schwedische Möbelkonzern damit ein F&B-Plus von 11,2 % erwirtschaften; auf vergleichbarer Fläche waren es immerhin gut 5 %.

Zu den Foodservice-Highlights des vergangenen Jahres zählt vor allem das neue Restaurant-Design, erstmals in Frankfurt-Niedereschbach implementiert: Sechs Themenbereiche – jeweils mit individueller Bestuhlung, Beleuchtung und großbebilderten Zwischenwänden – mit insgesamt 651 Sitzplätzen verteilen sich auf einer Fläche von 1.400 qm. Die Verkaufstheke wirkt dank einer Kombination aus weißen Flächen und Edelstahl frischer und aufgeräumter als die traditionelle Ausstattung mit Birkenholz. Außerdem ersetzt ein Abräumband die klassischen Geschirrwagen.

Darüber hinaus haben die Schweden ein eigenes Food-Label eingeführt: ’Ikea Food’ ist quer durch das Lebensmittelsortiment vornehmlich im Schwedenshop zu finden. Dort tragen etwa 30 % aller Produkte (von Schokolade und Kaffee über Heringe bis Chips) den neuen Markennamen. Und auch die Bio-Range wurde und wird weiter ausgebaut. Inzwischen haben Bio-Produkte einen Anteil von 8 % am Food-Umsatz.

Für gut befunden und fortgesetzt wird zudem das 2005 eingeführte Angebot des Gratiskaffeeausschanks für Inhaber der Family Card – im vergangenen Geschäftsjahr wurden buchstäblich mehr als 5 Mio. Tassen ausgeschenkt. Gäste ohne dieses Privileg zahlen übrigens 1,30 EUR für ein Heißgetränk (inklusive Refill). Weiterhin ganz oben auf der Bestseller-Liste: Köttbullar – von den Hackbällchen wurden mehr als 1.000 t verkauft – sowie Hot Dogs (23 Mio. Stück). Ebenso konnte das Frühstücksgeschäft zulegen. Allein das 1,50-EUR-Angebot verkaufte sich über 4,5-Mio.-mal.

Die größte Herausforderung für das laufende Geschäftsjahr, das am 1. September begonnen hat: trotz spürbar gestiegener Rohpreise für Lebensmittel das Preisniveau halten zu können. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass Ikea die Mehrwertsteuererhöhung zwar auf die Möbelpreise aufgeschlagen hat, nicht aber auf F&B-Offerten. Außerdem stehen 2008 zwei Neueröffnungen auf dem Plan. Ein Möbelhaus wird in Oldenburg, das andere in Rostock ans Netz gehen.

Weltweit erwirtschaftete der Möbelkonzern 2006/07 mit rd. 118.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 19,8 Mrd. EUR – und damit ein Plus von 14 % im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Umsatzanteil von 16 % ist Deutschland nach wie vor der wichtigste Markt für Ikea. Es folgen die USA mit 10 %, Großbritannien und Frankreich (je 9 %) sowie Schweden (7 %).

www.ikea.de



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