2014

Top 100 Gastro-Unternehmen mit 2,2 Prozent Umsatzplus

Deutschlands 100 führende Gastronomen (ohne Hotellerie) stehen 2014 für 12,0603 Mrd. € Nettoumsatz, der in knapp 18.000 Betrieben erwirtschaftet wurde. Dieses Fazit zieht die Wirtschaftsfachzeitschrift food-service (dfv Mediengruppe) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung. Damit haben die Top 100 der Branche 2014 ein Umsatz-Plus von 2,2 % geholt – nach Mehrerlösen von 2,1 % im Vorjahr und 3,3 % im Vor-Vorjahr.

Insgesamt ist eine gute bis sehr gute Branchenkonjunktur bei ausgeprägter Spreizung der Firmenkonjunkturen zu verzeichnen.

Das Ranking führen McDonald’s, Burger King, LSG vor Tank & Rast und Nordsee an. Vom Wachstum der Top 100 entfällt der größte Brocken auf die deutschen Unternehmen LSG (Airline Catering), BackWerk (Snack-Gastronomie) und Hans im Glück (Gourmet-Burger). Bei den relativen Gewinnern der Top 100 führt ebenfalls Hans im Glück mit einem Plus von 210 %, gefolgt von L’Osteria (Pizza) und Dunkin’ Brands (Donuts und Kaffee).

Das größte Umsatz-Minus geschätzt bringt 2014, nach Jahrzehnten mit praktisch immer neuen Rekordzahlen, McDonald’s auf die Waage. Der Marktführer repräsentiert knapp ein Viertel des gesamten Top 100-Umsatzvolumens. Die aktuelle Formschwäche ist multikausal, wichtige Stichworte hier heißen Markenbindung und Angebotsstrategie. Auch Burger King hat signifikante Umsatzeinbußen zu verzeichnen, die auf den Wallraff-Skandal zurückzuführen sind.

Die gewaltige Hebelwirkung der zwei großen US-Marken zeigt folgende Rechnung: Ohne McDonald’s und Burger King bringen es die folgenden 98 der Top 100 auf ein Plus von 5,2 % – statt 2,2 %.

Unter den Top 10 des Rankings dominieren weltweit präsente Marken. Bei den sechs Vorderen gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Rangverschiebungen. Seit 2004 sind die Umsätze der Top 10 um exakt 24 % gestiegen.

Umsatzverteilung der Top 100 nach Segmenten
Die Marktspitze der Profi-Gastronomie (Top 100) setzt sich wertmäßig wie folgt zusammen: 54,4 % Quickservice, 23,7 % Verkehrsgastronomie, 6,9 % Fullservice-Restaurants, 6,3 % Freizeitgastronomie, 4,7 % Handelsgastronomie sowie 4,0 % Event-Catering. Das heißt, dreiviertel der Erlöse entfallen auf die zwei großen Kategorien. Aber: Mit einem Umsatzplus von 8,5 % im Jahr 2014 gelang erstmalig dem Fullservice-Sektor der größte Sprung nach vorne. Es folgt Freizeitgastronomie mit einem Zuwachs von 6,7 %.

Ausblick 2015
Die Erwartungen der Befragten an das Jahr 2015 sind von großem Optimismus geprägt. Im Januar glaubten knapp 80 % der Top-100-Unternehmen an weiter wachsende Erlöse und rund 70 % an steigende Werte bei den Durchschnittsbons. Die größten Herausforderungen heißen weiterhin Mitarbeiterbeschaffung, Personalkosten sowie Führung und Motivation. Zusätzlich: die Umsetzung des Mindestlohns. Die größten Wachstums-Chancen werden, wie in vielen Vorjahren, erneut mit großem Abstand den Aktionsfeldern Take-away/To go sowie Home Delivery attestiert.

Beim Ranking der größten Gastronomen Deutschlands handelt es sich um eine Zusammenstellung der Wirtschaftsfachzeitschrift food-service (dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main). Die ganzheitliche Analyse erscheint in der April-Ausgabe der Wirtschaftsfachzeitschrift, die wichtigsten Zahlen wurden heute von Herausgeberin Gretel Weiß beim 34. Internationalen Foodservice-Forum präsentiert.

Das Zahlen-Booklet ist ab Morgen im cafe-future.live (Internorga – Eingang Foyer Ost) erhältlich – oder unter simone.straubinger@dfv.de bestellbar (24 €).


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