Top 35 Caterer mit 4,8 % Umsatzplus

Die deutsche Catering-Branche erzielt im Jahr 2002 nur noch ein Umsatzwachstum von 4,8 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn dieser Branchenerhebung vor 14 Jahren. Allerdings liegt die Marktspitze der Top 10 mit einem Wachstum von 5,1 Prozent deutlich über dem Wert der restlichen Unternehmen (+ 3,3 Pro-zent). Marktführer Compass baute seinen Vorsprung weiter aus. Die Analyse umfasst die 35 größten sogenannten Contract Caterer Deutschlands, die 2002 in den Segmenten Betriebs-, Klinik-, Seniorenverpflegung, Schulen und anderen Dienstleistungsmärkten einen Nettoumsatz von 2,27 Milliarden Euro mit 4.612 Verträgen erwirtschafteten. Die Untersuchung der Wirtschaftsfachzeitschrift für Großverpflegung gv-praxis (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) wird jährlich erhoben und gilt als wichtigstes Branchenbarometer der Dienstleistungsbranche. Für das Jahr 2002 melden die zehn größten Firmen mit 5,1 Prozent Umsatzplus allerdings erneut ein deutlich besseres Ergebnis als der Rest der Branche (+ 3,3 Pro-zent). Der absolute Marktführer Compass Group, Eschborn, (602,3 Mio. Euro, 933 Verträge) konnte mehr als ein Drittel aller Mehrerlöse auf sich vereinen. Auf Platz 2 rangiert mit Aramark (290,5 Mio. Euro, 500 Verträge) ein weiterer Dienstleistungsmulti, dahinter folgt die Dussmann-Gruppe mit 285,1 Mio. Euro. Wachstumsimpulse für den Gesamtmarkt kamen stärker als in der Vergangenheit aus dem Seniorensegment (+ 10,8 %) und den Schulen / Mensen / Kindergärten (+ 32%). Größtes Marktsegment bleibt mit einem Umsatzvolumen von 1,27 Mrd. Euro die Mitarbeiterverpflegung in Unternehmen. Das Wachstum lag 2002 nur noch bei 3,1 Prozent (2001: 6,1 %). Im zweitgrößten Segment Kliniken und Krankenhäuser erzielt die Branche mit 590,0 Mio. Euro etwa ein Viertel des gesamten Branchenumsatzes. Auch hier sind die Zeiten der Expansion vorbei. Das Wachstum betrug 4,4 Prozent (2001: 7,7 %). Als geheimer Hoffnungsträger mit den größten Wachstumschancen wird weiterhin der Seniorenmarkt gesehen. Die Überalterung durch längere Lebenserwartung verspricht einen Nachfrageschub für die Dienstleister. Das aktuelle Umsatzvolumen liegt bei 261,7 Mio. Euro, das entspricht einem Plus von 10,8 Prozent. Ähnlich große Erwartungen signalisieren die Dienstleister im Bereich der Schulen, sollten diese wie geplant bundesweit als Ganztagesschulen erweitert werden. Download der Top 10 Das gesamte Ranking sowie die komplette Kommentierung finden Sie in Kürze in der kostenpflichtigen Rubrik "Rankings" oder in der gv-praxis 05/2003 - zu beziehen bei unserem Leserservice per Email oder per Telefon 069/7595-1972/-1973


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