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Trendspirituosen im Außer-Haus-Markt

In Deutschland ist die Verbraucherstimmung weiterhin optimistisch und die Verbraucher sind zuversichtlich, was ihre persönliche Situation betrifft. Durch einen stabilen Arbeitsmarkt, eine positive Lohn- und Gehaltsentwicklung und generell sinkende Lebenshaltungskosten, ist die Ausgaben- und Konsumbereitschaft grundsätzlich hoch. Im LEH kommt allerdings bislang nicht viel von den positiven Eckdaten an. Im Umsatz können zwar leichte Zuwächse verzeichnet werden, allerdings eher durch steigende Preise als durch Mengenwachstum.
Die anhaltend hohe Beschäftigungsquote führt zu einer teilweisen Verschiebung des Haushaltskonsums in den Außer-Haus-Bereich, der aktuell überproportionale Zuwächse erzielt; allerdings kommen die Zuwächse eher aus dem Food-Bereich als aus den Getränken.

Für den Zeitraum bis August gehen die Ausgaben für Getränke insgesamt zurück. Besonders die trend-orientierten jüngeren Zielgruppen bis 29 Jahre reduzieren ihre Ausgaben. Fragt man nach den Gründen, so fällt auf, dass die Jüngeren vor allem die Anzahl der Weggehtage reduzieren. Mit Ausnahme von Spirituosen (pur) verspüren alle alkoholischen Getränke eine gewisse Zurückhaltung, auch die alkoholischen Mixgetränke werden zurückhaltender konsumiert.

In Gegensatz zum Gesamtmarkt entwickelt sich der aktuelle Trendsetter Whisky sehr dynamisch. Insbesondere hochpreisige Marken stehen bei den Verbrauchern unverändert hoch im Kurs. Ähnliche Präferenzen lassen sich auch bei manchen Mixgetränken ausmachen: Mixgetränke auf Rum-Basis gelten mittlerweile als Klassiker bei den Außer-Haus-Jüngern.

Darüber hinaus steigt Gin in der Beliebtheitsskala immer weiter nach oben. Das Angebot an hohen Qualitäten nimmt stetig zu. Trotzdem wird Gin nach wie vor überwiegend als Gin Tonic genossen. Damit steht Gin Tonic in direktem Wettbewerb zu den rum-basierten Longdrinks und hat diese als ‘Topscorer‘ in der Beliebtheitsskala bereits vom Thron gestoßen.

Die Nachfolgetrends stehen jedoch schon in den Startlöchern: Who‘s next?

Autor: André Beron

Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 30,7 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und To-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

andre.beron@gfk.com
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