Unesco zeichnet Bio-Mentoren aus

Das BioMentoren-Netzwerk wurde von der Deutschen Unesco-Kommission als offizielles Projekt der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.
Die Ehrung wurde im Rahmen der Berliner Hochschultage Sustain it! Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorgenommen. „Das BioMentoren-Netzwerk ist ein sehr spannendes Projekt, das die Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzt“, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in Deutschland und Mitglied der Jury. Bio-Mentoren übernehmen nicht nur Verantwortung für ihren eigenen Betrieb. Im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung unterstützen sie insbesondere Kolleginnen und Kollegen, aber auch Berufsschulen und andere Ausbildungseinrichtungen für Gastronomie und Hotellerie.

„So sieht zukunftsfähige Bildung aus“, würdigt August Rettig, Bio-Mentor und Vorsitzender der Regionalinitiative Bio-Lokal e. V. die Auszeichnung. „Mit dem BioMentoren-Netzwerk möchten wir den Gedanken einer nachhaltigen Ernährung in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung etablieren und für dieses Thema sensibilisieren. Zukünftige Küchenleiter und Gastronomen sollen sich Ihrer Verantwortung bewusst werden, wie sie durch den Lebensmitteleinkauf und die Optimierung der Betriebsabläufe die Umwelt schonen und soziales Handeln ermöglichen, ohne dabei unwirtschaftlich zu sein.“
 
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu - etwa Teamfähigkeit oder interdisziplinäres Denken - vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus mindestens zwei der drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem wichtig: Die Projekte haben innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

www.biomentoren.de



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