VDD fordert Anerkennung der Diättherapie bei fettleibigen Kindern

Für die Anerkennung der Diättherapie als Heilmittel bei fettleibigen Kindern setzten sich in einer gemeinsamen Erklärung der Bundestagsabgeordnete und FDP-Gesundheitsexperte Lars Lindemann und Doris Steinkamp, Präsidentin des Verbandes der Diätassistenten (VDD), ein.


Aktuell wird bei jungen Menschen mit krankhaften Übergewicht (Adipositas) die teure und kassenfinanzierte Adipositas-Chirurgie vermehrt angewendet. Ein für die Gesellschaft günstigeres und für den Patienten weniger belastendes Instrument wäre laut Doris Steinkamp und Lars Lindemann eine ärztlich verordnete Diättherapie, die zurzeit aber in der Regel selbst bezahlt werden muss. Und dies, obwohl das Bundessozialgericht schon vor mehr als zehn Jahren bestätigt hat, dass eine Diättherapie als Heilmittel gilt.


Bis heute wurde es aber versäumt, die Diättherapie in die Heilmittelrichtlinien aufzunehmen. „Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Diättherapie endlich als Heilmittel anerkannt wird, um allen Patienten, die an Adipositas leiden, eine sichere, finanzierte Alternative zu gewähren“, betonen Lars Lindemann und Doris Steinkamp.

In Deutschland gibt es rund 2 Millionen übergewichtige Kinder, 800.000 von ihnen sind adipös. Der Anteil adipöser Kinder und Jugendlicher steigt weltweit kontinuierlich. Vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien sind zwei- bis dreimal so häufig davon betroffen wie Kinder aus anderen Verhältnissen.

www.vdd.de



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