Vapiano-Vorstand Mirko Silz geht

Mirko Silz, seit Januar 2006 Vorstand der Vapiano SE, scheidet zum 31. August 2011 in gegenseitigem Einvernehmen aus dem Unternehmen aus. Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsrat danken Silz für die von ihm langjährig geleistete hervorragende und wertvolle Zusammenarbeit, so die Botschaft aus Bonn bzw. Hamburg.

Als er die Aufgabe übernahm, zählte die Marke 6 Betriebe, mehr als 70 Restaurants eröffneten europaweit unter seiner Leitung. „Restaurant-Business ist People-Business“ - getreu diesem Motto führte er die junge Benchmark-Company mit Herz und Leidenschaft und trug maßgeblich zum Erfolg der Marke bei, so offiziell die Gremien der Vapiano SE, Vorstand und Aufsichtsrat. Sie bedauern sein Ausscheiden sehr, heißt es. Die Mitarbeiter in der Bonner Zentrale: „Der Weggang trifft uns alle sehr. Aber wir werden unser Bestes geben, seine grandiose Arbeit weiter fortzuführen.“
Der Weggang von Silz kommt erwartet und unerwartet gleichzeitig, er bedeutet einen starken Einschnitt für die Organisation. Denn in dieser rasanten Aufbauphase war er als Vorstand die zentrale Figur (Expansion, Führung von Marke und System, Partnerschaften) – nach innen wie nach außen. Damit endet eine ganze Epoche (Pioneering!), und eine nächste – stärker kapitalgeprägt – beginnt.

Der Hintergrund ist komplex, zwei wesentliche Veränderungen in der Eigentümerstruktur binnen weniger Monate sind dabei zentral. Ende März 2011 veräußerten die langjährigen Vapiano-Gesellschafter Kent Hahne, Klaus Rader und Friedemann Findeis ihre Anteile an die VAP Leipzig GmbH & Co. KG, vertreten durch Gregor Gerlach. Er, einer der sechs Vapiano-Gründungsgesellschafter Anfang der Nuller-Dekade, war damit haushoher Mehrheitsaktionär. Seit Frühjahr 2009 als Investor (Kapitalerhöhung) mit im Boot: das Ehepaar Sander.

Im Juni dann: erneute Verschiebung der Eigentümerstrukturen. Mayfair, die Vermögensverwaltung der Tchibo-Erben Günter und Daniela Herz, steigt mit knapp 40 % des Kapitals bei der Vapiano-Gruppe ein. Damit dürfte Mayfair zum größten Kapitaleigner geworden sein. Gleichzeitig wird der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Gregor Gerlach Vorstandsvorsitzender. Es gelte, so heißt es, die Expansion weiter zu beschleunigen und das Konzept weltweit auszurollen.

2010 erzielte Vapiano in Deutschland 103,5 Mio. € Nettoumsatz (+ 29,4 %). Weltweit lagen die Erlöse bei 172,5 Mio. € (+ 42,8 %).

Vapiano hat in Deutschland eine komplett neue Restaurantkategorie aufgemacht – nämlich Fast Casual. Das Konzept, von Vapiano selbst als Fresh Casual definiert, gehört zu den aller erfolgreichsten Gründungen der letzten Dekade. Aktuell zählt es knapp 100 Betriebe in 24 Ländern, dabei 44 Einheiten im Muttermarkt Deutschland.

Voraussichtlich im Herbst 2011 eröffnet das 100. Restaurant weltweit, Ende 2012 folgt der 10. Geburtstag - Geburtsort war Hamburg (Konzeptvater: Mark Korzilius).

www.vapiano.com



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