Vegetarischer Donnerstag bringt Ärger

Wieder einmal sorgen die Aussichten auf einen fleischlosen Tag in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung schon im Vorfeld für Aufregung. In Nürnberg stößt die Forderung von SPD und ÖDP nach einem vegetarischen Wochentag in den städtischen Kantinen, im Klinikum und an Schulen und Kindergärten der CSU-Fraktion negativ auf.

Die Partei wende sich - wie auch viele Bürger - gegen den "Zwang zur Fleischlosigkeit" berichtet die "Nürnberger Zeitung" in ihrer Online-Ausgabe. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte der Rathaus-Kantinenchef Hans Taubermann einen vegegarische Initiative gestartet - ganz ohne parteipolitische Absichtserklärungen. Ein fleischloser Donnerstag im Monat hatte zu Protesten bei den Fleischessern geführt und reduzierte die Erlöse um rund zehn Prozent. Doch Taubermann gibt nicht so schnell klein bei. Für den nächsten Veggie-Day am 30. August stehen Pastinaken-Steckrübensuppe, Pilz-Nudeltaschen, griechische Hirtentaschen auf Ratatouille und Auberginen-Tomaten-Kartoffelauflauf mit Mozzarella auf dem Speisenplan der städtischen Kantine in Nürnberg.

In der Bezirksverwaltung Oberbayern war im vergangenen Frühjahr der Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf einen einzigen Veggie-Aktionstag im Jahr abgelehnt worden. Seitdem kommt in der Kantine der Bezirksverwaltung wieder täglich Fleisch auf den Tisch.
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