Umfrage

Veggie-Boom erreicht Krankenhäuser

In der Patientenverpflegung der Kliniken spielt vegetarisch-vegane Koste eine immer größere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Vegetarierbundes Deutschland (VEBU) bei ausgewählten Krankenhäusern und Catering-Unternehmen.

Die an der Umfrage teilnehmenden Krankenhäuser und Catering-unternehmen versorgen nach eigenen Angaben täglich mehr als 42.000 Menschen, das entspricht mehr als 10 Prozent der insgesamt in Deutschland versorgten Patienten.  75 Prozent der Befragten registrieren eine „gestiegenes“ oder sogar „stark gestiegenes“ Interesse an vegetarisch-veganen Angeboten.

Bereits heute sind 25 Prozent der ausgegebenen Essen vegetarisch und 10 Prozent vegan. 86 Prozent bieten auf Wunsch eine vegane Alternative an. 71 Prozent der befragten Krankenhäuser und Cateringunternehmen gaben an, das ein Ausbau des vegetarischen Angebots in Planung sei.

Mit dem vegan-vegetarischen Angebot reagieren die Krankenhäuser nicht nur auf eine gestiegene Nachfrage, sondern führen auch gesundheitliche Vorteile ins Feld. Rund 57 Prozent der Befragten gabe an, dass die Auswirkung des Essens auf den Heilungs-prozess „sehr wichtig“ sei. Der VEBU weiter: „Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland rund 30 Prozent der Krankheitskosten auf ernährungsmitbedingten Krankheiten zurückzuführen sind. Der hohe Fleischkonsum gilt außerdem als eine der Hauptursachen für sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.“ Eine vegetarisch-vegane Ernährung könne dagegen bei der Vorbeugung dieser Erkrankungen helfen, bezieht sich der Vegetarierbund auf zahlreiche Studien.

www.gv-nachhaltig.de


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