Verbrauchervertrauen auf Höchststand seit 2011

Zum dritten Mal in Folge starten die Deutschen optimistisch in das erste Quartal des Jahres. Mit einem Anstieg um vier auf 91 Punkte im Vergleich zum letzten Quartal 2012 ist das Verbrauchervertrauen in Deutschland auf einem Höchststand seit Beginn 2011. Damit liegt es deutlich über dem EU-Durchschnitt von 71 Punkten. Dies ist das Ergebnis der aktuellen weltweiten Umfrage zum Thema Vertrauen und Einkaufsgewohnheiten von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern.

Alle drei Komponenten des Verbrauchervertrauensindexes – Persönliche Finanzen, Anschaffungsneigung und Berufsaussichten – haben sich im ersten Quartal 2013 positiv entwickelt.

„Als Grund für die anhaltende Zuversicht der Deutschen sehen wir unter anderem die gute Verfassung des Arbeitsmarktes“, erklärt Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland. Insbesondere im europäischen Vergleich entwickle sich dieser in Deutschland solide. Die aktuelle Krise in Zypern spiegele sich in den Daten noch nicht wider.

Fast die Hälfte aller Deutschen beurteilt ihre Jobaussichten für die kommenden zwölf Monate als gut oder ausgezeichnet (48 %). Das Gleiche gilt für die persönliche Finanzlage (47 %). Entsprechend gaben nur 24 % der Befragten an, ihr Geld zu sparen. Auch im internationalen Vergleich sind die Deutschen eher konsumfreudig: Sie geben ihr Geld lieber für neue Kleidung, Urlaub und das Begleichen von Schulden aus, während für die Mehrheit der EU-Bürger das Sparen an erster Stelle kommt. Sorgen für das kommende Jahr bereiten den Deutschen steigende Nebenkosten, gefolgt von Sorgen um ihre Gesundheit.

Über die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass Deutschland sich in einer Rezession befinde. Dennoch sind sie zunehmend optimistisch. Immerhin 21 % glauben, dass die rezessive Phase in den kommenden zwölf Monaten enden werde. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2012 waren dies nur 13 %. Nur fünf europäische Länder sind in Bezug auf eine Rezession in ihrem Land optimistischer (Norwegen, Schweden, Schweiz, Finnland und Österreich), während die Europäer im Durchschnitt mit nur 11 % insgesamt sehr pessimistisch über ihre wirtschaftliche Zukunft denken.

Das Verbrauchervertrauen in den wichtigsten asiatischen Exportnationen ist im ersten Quartal stark angestiegen. Hongkong, Japan, Südkorea und Taiwan verzeichneten allesamt zweistellige Wachstumsraten. Hongkong konnte mit 23 Punkten sogar den weltweit höchsten Anstieg für sich verbuchen, Japan mit 73 Punkten seinen höchsten Wert seit 2006, was den Optimismus bezüglich einer wirtschaftlichen Erholung als Folge der staatlichen Finanzstrategie belegt. Gleichermaßen registrierte Südkorea einen Anstieg um 13 auf 51 Indexpunkte, gestützt durch die Hoffnung, dass ein neues Regierungsprogramm die Wirtschaft aus der Stagnation befreien werde. Die Volksrepublik China liegt seit dem vierten Quartal 2012 stabil bei 108 Punkten.

Die USA führen das Feld derjenigen Nationen an, deren Konsumenten in den kommenden 12 Monaten die höchsten Ausgaben planen. „Dank einer sanft einsetzenden Wiederbelebung des Immobilienmarktes in den USA sowie besseren Arbeitsmarktbedingungen zeigen die Amerikaner wieder eine höhere Konsumbereitschaft“, sagte Dr. Bala. „Höhere Lohnnebenkosten, die Auswirkungen staatlicher Budgetkürzungen sowie ein unsicherer Arbeitsmarkt und stagnierende Einkommen wirken sich jedoch weiterhin negativ auf die Haushalte in den USA aus, was anhaltendes Wachstum weiterhin zu einer echten Herausforderung macht.“

Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde zuletzt im Zeitraum vom 18. Februar bis 8. März 2013 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 29.000 regelmäßige Internetnutzer in nunmehr 58 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.

www.nielsen.com/de

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