Flüchtlinge

Verpflegung bringt Caterern Umsatz

Voraussichtlich 800.000 Menschen suchen in diesem Jahr in Deutschland Asyl und damit Unterkunft und Verpflegung. Viel zu tun für Länder, Kommunen und Catering-Unternehmen. Mit dabei sind unter anderem Compass, Sodexo und Dussmann.

In der  vermutlich größten Erstaufnahmeunterkunft im hessischen Gießen leben zurzeit etwa 5.000 Flüchtlinge. Der private Betreiber European Homecare  hat die Verpflegung  der  Compass-Tochter Medirest übertragen. Das Catering-Unternehmen, das im Hauptgeschäft Kliniken, Reha-Einrichtungen und Seniorenheime versorgt, hat wohl auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Versorgungsverträge für Flüchtlingsunterkünfte.

Sodexo  beliefert in Berlin mehrere Asylbewerber-Unterkünfte wie auch R+Z, Servicetochter der gemeinnützigen Unternehmensgruppe Procurand. Um die zusätzlichen Aufgaben bewältigen zu können,  hat R + Z beispielsweise zuletzt zehn Mitarbeiter für die Küche und fünf für die Auslieferung neu eingestellt.

In NRW – dem Bundesland mit den meisten Asylbewerbern in Erstunterkünften –  sind unter anderem die beiden DRK-Landesverbände gefordert. Hier arbeiten die Servicetöchter beispielsweise mit Apetito zusammen. Der TK-Anbieter ist bundesweit mit rund 60 Flüchtlingseinrichtungen im Geschäft. Das Rote Kreuz in Münster setzt  allerdings nicht allein auf Tiefkühlware,  sondern will nach und nach vorhandene Großküchen reaktivieren.

Mit der Verpflegung von Flüchtlingen beschäftigt sich ein ausführliches Brennpunkt-Thema in der nächsten Print-Ausgabe der gv-praxis, die am 2. September erscheint.


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