Maredo

Von Perusa Partners übernommen

Die Steakhaus-Kette Maredo, bisher im Besitz des Beteiligungsfonds ECM, ist an den Finanzinvestor Perusa Partners verkauft worden. Der Deal wurde vergangene Woche abgeschlossen, über den Kaufpreis und weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Maredo wurde 1973 gegründet und erzielte Ende 2016 mit 48 Betrieben laut Top 100-Ranking von food-service 79,0 Mio. € Umsatz netto (-11 % z. Vj.). Damit ist Maredo nach Block House (39 Betriebe in Deutschland Ende 2016, rd. 120 Mio. € Netto-Umsatz) nach wie vor die zweitgrößte Steakhaus-Marke der Republik. Beschäftigt werden aktuell rund 1.500 Mitarbeiter.

Maredo war seit 2005 im Besitz von ECM. Das Private Equity-Unternehmen hatte für die Kette 36,5 Mio. € gezahlt, die damals mit 54 Restaurants Umsätze in Höhe von rd. 90 Mio. € erzielte. Nach anfänglichem Wachstumsschwung hat Maredo in den letzten Jahren sein Betriebenetz konsolidiert und diverse Standorte geschlossen.


So sank die Zahl der Restaurants auch 2016 um drei Units, seit Jahresbeginn kamen zwei weitere Schließungen hinzu. Die aktuelle Zahl der Steakhäuser wird mit 46 angegeben. Die Umsatzentwicklung war entsprechend rückläufig.

Gleichzeitig arbeitete das Management um Geschäftsführer Dr. Joachim Gripp an der Modernisierung und Profilschärfung der Marke. Erstmals vollumfänglich umgesetzt wurde dies im Flagship-Restaurant am Berliner Gendarmenmarkt, das im April 2016 nach Komplettumbau wiedereröffnet wurde und seitdem laut Gripp starke Zuwachsraten erzielt.

„Ich bin froh, dass ECM sich mit dem Verkauf für die Zukunft der Marke entschieden hat und nun frisches Geld für die dringend notwendigen Investitionen zur Verfügung steht“, kommentiert Gripp den Verkauf der Steakhousekette, der am 10. Mai mit Vertragsunterzeichnung wirksam wurde. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Der Münchner Private Equity Investor Perusa berät zwei Fonds mit 350 Millionen Euro Eigenkapital, Maredo findet sich im Fond Perusa Partners Fund 2, der aktuell noch eine Laufzeit von acht Jahren hat. Mit Maredo investiert Perusa erstmals in den Food-Sektor. Dr. Hanno Schmidt-Gothan, Managing Director der Perusa GmbH: „Wir müssen zunächst den Abwärtstrend bei Maredo stoppen und umdrehen, indem wir uns auf das Kerngeschäft fokussieren und ein aktives Portfoliomanagement betreiben.

Dr. Hanno Schmidt-Gothan, Managing Director der Perusa GmbH, sagte anlässlich der Unterzeichnung der Transaktion: „Maredo ist eine fantastische Marke mit hohem Bekanntheitsgrad und großem Potenzial. Gemeinsam mit dem Management wird Perusa sie in die Zukunft führen und die Marktposition durch gezielte Investitionen und konsequente Umsetzung des neuen Gastronomiekonzeptes weiter ausbauen.“

Dr. Gripp, der im Jahr 2014 übrigens von Vapiano zu Maredo kam, betonte, Perusa sei der ideale Partner, um die fokussierte Wachstumsstrategie von Maredo nachhaltig umzusetzen. „Gemeinsam werden wir unsere Filialen modernisieren und so für unsere Gäste noch attraktiver werden.“

www.maredo.de

www.perusa.de



stats