DEHOGA Branchentag mit 1.000 Teilnehmern

Wachsende gesellschaftliche Funktion des Gastgewerbes

Der neue Präsident des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), Guido Zöllick, hat in seiner Antrittsrede bei der größten Veranstaltung von Gastronomie und Hotellerie in Deutschland in Berlin die wichtige gesellschaftliche Funktion der Branche hervorgehoben. "Wir stehen für Lebensqualität, Lebensfreude und Genuss. Wir sind die öffentlichen Wohnzimmer und Orte der Kommunikation.“

 

Als inhaltliche Schwerpunkte seiner Amtszeit nannte Zöllick die Nachwuchsgewinnung, den Bürokratieabbau, die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes sowie die steuerliche Gleichbehandlung der Gastronomie. Der zum Ehrenpräsidenten gekürte Ernst Fischer (72) rief die Branche zur Geschlossenheit auf. Seine feierliche Verabschiedung nach langjähriger Amtszeit fand am Abend statt. Prominenter Redner bei der abendlichen Branchenparty war unter anderem EU-Kommissar Günther Oettinger.

 

Zur Eröffnung des Branchentages hatte sich Ernst Fischer von Kollegen, Freunden und Wegbegleitern aus Politik, Wirtschaft und Branche verabschiedet. Sein Credo: Gemeinsam mehr erreichen! „Notwendig ist eine starke Interessenvertretung, ein gut aufgestellter Verband, der getragen wird von möglichst vielen engagierten Mitgliedern.“

 

Fischer, der von seinem Nachfolger als Glücksfall für den DEHOGA bezeichnet wurde, stand seit 2001 an der Verbandsspitze. Zu seinen größten Erfolgen zählte er die Mehrwertsteuersenkung auf 7 Prozent für die Hotellerie, die Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung, die Einführung der Mini-Job-Regelung und die Beibehaltung der Steuerfreiheit von Sonn-, Feiertag- und Nachtzuschlägen.

 

Auf der Agenda der größten Veranstaltung der deutschen Gastronomen und Hoteliers standen Statements hochrangiger Politiker, darunter von Vizekanzler Sigmar Gabriel, der das Gastgewerbe als wichtigen Jobmotor lobte. Immer wieder warnten die Redner vor ungleichen Bedingungen zwischen Sharing Economy (airbnb etc.) und Hotellerie. Die Politik müsse schlichtweg dafür sorgen, Wettbewerbsverzerrungen zu beseitigen.

 

www.dehoga.de

 


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