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Wachstum im Außer-Haus-Markt beschleunigt sich weiter

Die positive Entwicklung der Verbraucher-Ausgaben im deutschen Außer-Haus-Markt setzte sich laut Jochen Pinsker, Senior Vice President Foodservice Europe der npdgroup Deutschland, auch in den ersten acht Monaten des Jahres 2015 fort. So gaben die Deutschen in diesem Zeitraum 1,5 Mrd. € mehr für Essen-außer-Haus aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 3,3 %. Dies berichtete Pinsker beim 25. Forum Systemgastronomie des Dehoga, das in dieser Woche mit mehr als 500 Teilnehmern in Köln stattfand.

Den Ergebnissen des CREST-Panels der npdgroup zu Folge sind für dieses Plus ganz wesentlich die gestiegenen Ausgaben pro Gast (+3,1 %) verantwortlich, Hintergrund sind auch aufgrund des Mindestlohns und anderer Faktoren vorgenommene deutliche Preiserhöhungen. Die Besuchszahlen trugen hingegen kaum zum Wachstum bei (+0,2 %), blieben jedoch erstmals seit vier Jahren wieder über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Außerdem ist für das Plus im Wesentlichen die gute Entwicklung der Systemgastronomie verantwortlich (+3,1 %), während die Individualgastronomie ein Minus von 0,9 % hinnehmen musste, wofür Pinsker auch überproportional viele Betriebsschließungen verantwortlich macht.  

Das für den Gastronomiemarkt so wichtige Konsumklima blieb zu Beginn des Jahres 2015 auf dem durchschnittlichen Wert der Vormonate. Von März an allerdings blickte die Mehrheit der Deutschen wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Jedoch drehte die Stimmung im September 2015 deutlich nach unten und wurde vor allem durch Bedenken hinsichtlich der Entiwcklung der internationalen Wirtschaft sowie durch den Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland beeinflusst.  

Auch längerfristige gesellschaftliche Veränderungen zeigten in den ersten acht Monaten des Jahres ihre Auswirkungen auf die Entwicklungen einzelner Besuchsituationen. Die steigende Zahl von Single-Haushalten schlägt sich beispielsweise positiv auf das Frühstücksgeschäft außer Haus nieder. Gleichzeitig verschiebt sich das Abendessen vom Restaurant in die eigenen vier Wände. Schuld ist der Homing-Trend, sprich: die Menschen verbringen mehr Zeit - mit Freunden, Familie oder allein - zu Hause. Hiervon profitieren besonders Lieferdienste.

Neben Bäckereien und Kaffeebars zählen sie seit Jahren zu den Gewinnern im Gastronomiemarkt, ebenso wie die Lebensmitteleinzelhändler und Discounter, die ihr Ready-to-Eat-Angebot kontinuierlich ausbauen und dadurch in Konkurrenz zu den Quickservice-Gastronomen treten. Vor allem junge Erwachsene bilden hier die stark umworbene Zielgruppe.

Die npdgroup deutschland ist die deutsche Tochter von The NPD Group Inc., dem weltweit führenden Marktforschungsinstitut, wenn es um Informationen zum Thema Foodservice geht. Ihr Informationstool CREST ist ein Verbraucherpanel zur Nutzung des Außer-Haus-Marktes und berichtet alle Verzehrsakte von fertig präparierten und für den sofortigen Verzehr zubereiteten Speisen und Getränken in Fullservice- und Fast-Food-Restaurants, Handels- und Erlebnisgastronomie, bei Bäckern, Metzgern, Kiosken, Lieferdiensten, Kaffeebars, in der Gemeinschaftsverpflegung und Verkaufsautomaten sowie On-Board-Catering.

Darüber hinaus arbeitet die npdgroup mit SalesTrack, einem kurzfristigen Informationssystem zur Entwicklung der Systemgastronomie in Deutschland. Grundlage sind hier die Meldungen aller teilnehmenden Restaurantketten.

www.npdgroup.de


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