Apetito

Wachstum mit Kitas, Schulen und Flüchtlingen

Wachstum in allen Bereichen meldet die Apetito-Gruppe in Rheine. Der international tätige Ernährungs-dienstleister erhöhte 2015 seine Umsätze um 8,5 Prozent auf 800 Mio. Euro. Die Entwicklung im ersten Quartal untermauert das Wachstumsziel von 6 bis 8 Prozent für das laufende Jahr Der Konzerngewinn nach Steuern stieg leicht auf 42 Mio. Euro.

Zum Gruppenumsatz hat der  Konzern (Apetito AG mit Tochtergesellschaften im In- und Ausland) 618 Mio. Euro beigetragen. Das entspricht einem Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich dazu erhöhte Apetito Catering seine Umsätze nur um moderate 0,9 Prozent auf 156 Mio. Euro. Inklusive der gemeinsam mit Kunden betriebenen Servicegesellschaften liegt der konsolidierte Umsatz von Apetito Catering bei 182 Mio. Euro.

Die Apetito AG, die Tiefkühlgerichte und Verpflegungssysteme für die Gemeinschafts- und Individualverpflegung vertreibt, profitierte insbesondere durch den weiteren Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen in Deutschland sowie die im zweiten Halbjahr deutlich angestiegene Belieferung von Partnern für die Versorgung von Flüchtlingswohnheimen. Zurzeit werden hierzulande etwa 100 Einrichtungen mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen beliefert. Für 2015 könne  etwa ein Prozent des Wachstums der Flüchtlingsverpflegung zugerechnet werden, schätzt Guido Hildebrandt, Vorstandssprecher der Apetito AG.

Flüchtlingsverpflegung inspiriert Menüangebot

Das Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten mit Wohlfahrtsverbänden wie DRK und AWO im Geschäft ist, hat auf die gestiegene Nachfrage aus diesen Reihen reagiert und bietet seit vergangenen November sieben neue, von der nordafrikanischen Küche inspirierte Menüs an. Gerichte wie Falafel, Bulgur und Linsen-Dal richteten sich dabei auch an das klassische Klientel, unterstreicht Andreas Oellrich, Geschäftsführer von Apetito Catering: „Die deutschen Verbraucher sind offen für die internationale Küche.“ Das zeigten nicht zuletzt die Erfolgsgeschichten von Pizza, Döner und asiatischen Spezialitäten.

Im Geschäftsergebnis des Rheiner Familienunternehmens schlagen sich weitere gesellschaftliche Entwicklungen nieder. Der demografische Wandel führt zu einem deutlichen Plus in der Seniorenverpflegung. Hier sieht man sich als Marktführer bei der Belieferung der stationären Einrichtungen, von denen es etwa 12.500 in Deutschland gibt. Dazu gelangen Apetito-Menüs über Bringdienste zu den betagten Verbrauchern – beispielsweise über die Essen-auf-Räder-Dienste der Wohlfahrtsverbände oder auch des Apetito-eigenen Menüdienstes „Landhaus-Küche“, für den demnächst ein Online-Bestellservice gestartet werden soll. Insgesamt erzielt die Apetito AG etwa 43 Prozent ihres Umsatzes im Bereich Senioren.

Klinikgeschäft rückläufig - Plus mit Kindern und Senioren

Die Verpflegung von Senioren ist auch im Geschäftsbereich Apetito Catering ein Wachstumsmotor. Während hier ein deutliches Plus erzielt wurde, ist das Catering-Geschäft mit Kliniken rückläufig. Überdurchschnittlich entwickelten sich die Bereiche Schulen und Kindertagesstätten sowie Business & Industries. Insgesamt ist man in 645 Kundenbetrieben vor Ort tätig. Nach einer Konsolidierungsphase lautet das Ziel, am Wachstumskurs festzuhalten und die Marktposition auszubauen.

Im Berichtsjahr waren insgesamt 7.895 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unternehmen der Apetito Gruppe tätig (Vorjahr 8.276). Davon 4.481 für die Cateringgesellschaft inklusive der Servicegesellschaften (Vorjahr 4.859). Der Rückgang bei der Beschäftigtenzahl sei im Wesentlichen auf einen veränderten Umsatz-/Mitarbeiter-Mix im Bereich Contract Catering zurückzuführen.

Auch angesichts von Rekord-Investitionen in Höhe von 31 Mio. Euro in Standorte und Märkte blickt Guido Hildebrandt optimistisch in die Zukunft: „In den nächsten Jahren werden wir uns stark auf unsere Kernmärkte in der Systemverpflegung fokussieren. Hauptaugenmerk liege auf der Weiterentwicklung der Verpflegungslösungen für Senioren und Kinder.

www.apetito.de



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