Pulheim

Walter Heße verstorben

Walter Heße ist letzte Woche unerwartet verstorben. Für so manchen Spitzen-Manager und Unternehmer der Kettengastronomie in Deutschland war er ein großes Vorbild, ein Lehrer und strenger doch stets fairer Förderer. Er besaß beides: große analytische Intelligenz wie auch die so wichtige Intuition.
 
1942 in Osnabrück geboren, hat Walter Heße vor dem Start als Restaurant-Geschäftsführer bei Wienerwald BWL studiert und anschließend bei Steigenberger ein Management-Training absolviert.
 
Er war von 1969-1976 Hauptgeschäftsführer bei Stockheim und damit verantwortlich für die Flughafen-, Bahnhofs- und Stadtgastronomie des Unternehmens in Düsseldorf.
 
Von 1977-1989: Geschäftsleitung Casserole (und von Eicken). Er baute da eine Restaurant-Marke auf, die insbesondere Fleisch und Wurst im Fokus hatte. Frisch, schnell und gut.
 
Von 1989-1996 war Heße Vice President/ General Manager des US-Konzerns PRI (heute YUM!) in Mitteleuropa. Er verantwortete die Marken KFC, Pizza Hut und Nudelmacher und hat in dieser Zeit, so seine Weggefährten, den Umsatz vervielfacht. Vielleicht noch wichtiger: Es gelang ihm ein Profit-Turnaround von zweistellig Minus zu zweistellig Plus.
 
Ab Ende der 90er Jahre dann war Heße freiberuflicher Consultant und Mitglied diverser Beiräte. In diesen Gremien war der Osnabrücker hoch geschätzt – für seinen strategischen Weitblick. Dabei habe er nie den Sinn fürs Detail verloren.
 
„Er wird uns sehr fehlen“, so seine fachlichen Freunde. Ja, er war ein großer Kenner und Könner dieser Branche, einer der Systemgastronomie-Pioniere in den 70er bis 90er Jahren.
 


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