Gastgewerbe

Warnt vor Brexit

Prominente Vertreter des Gastgewerbes warnen vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU, wie eine aktuelle Umfrage der AHGZ - Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (dfv Mediengruppe) zeigt. Nach dem tödlichen Anschlag auf die Brexit-Gegnerin Jo Cox waren die erbittert geführten Kampagnen von Befürwortern und Gegnern vorübergehend ausgesetzt worden, jetzt geht es wieder weiter bis zur entscheidenden Abstimmung am 23. Juni. Die Entscheidung dürfte so oder so äußerst knapp ausfallen.

„Ein Austritt der Briten wäre fatal und risikoreich – sowohl für Großbritannien als auch für die gesamte EU“, erklärte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges.

In der Stellungnahme des Präsidenten des Bundesverbandes der deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, hieß es: „Die deutsche Tourismuswirtschaft profitiert wie kein anderer Wirtschaftsbereich vom Austausch von Menschen sowie Begegnungen zwischen Nationen und Kulturen. Kurzfristig könnte der Austritt Großbritanniens eine negative Signalwirkung auf die Gesamtstabilität der EU und eine destabilisierende Wirkung auch auf verschiedene Regionen der EU haben.“

Frank Marrenbach, Chef der Luxushotelsammlung Oetker Collection und Hotelier des Jahres der AHGZ, erklärte: "Es ist mir völlig unverständlich, warum die Gesamtbilanz Europas nicht in einem besseren Licht gesehen wird.“

Der Managing Director für Großbritannien und Europa des Softwareherstellers Xn Protel Systems, Alan O'Riordan, meinte: „Viele Kunden und Interessenten halten sich zur Zeit spürbar mit Investitionen zurück. Ein Brexit wäre für Hotellerie, Gastronomie und ihre Zulieferer auch langfristig extrem schädlich.“ Nur wenige Stimmen äußerten sich neutral.

www.ahgz.de


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