„We care, you share“ – Beiersdorf kooperiert mit Foodsharing e. V.

Lange Tradition: Die Betriebsgastronomie der Beiersdorf AG existiert bereits seit 100 Jahren und pflegt das gemeinsame Mittagessen. Nun unterstützt der Produzent von Marken wie Nivea und Labello als erstes Hamburger Unternehmen die Initiative Foodsharing e.V. und will sich verstärkt dem Thema Lebensmittel-verschwendung annehmen.

Die Beiersdorf Mitarbeiter melden sich für ihr Mittagessen bereits im Voraus für ganze Monate an – so kann das Küchenteam gut kalkulieren und Speisereste vermeiden. Bleiben dennoch Speisen übrig, gehen diese bereits an das „CaFée mit Herz“ auf St. Pauli, das armen, arbeits- und obdachlosen Menschen aus Hamburg eine Anlaufstelle bietet. Doch das Team um Catering-Chef Frank Sager will noch einen Schritt weiter gehen: Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Foodsharing e.V. widmet sich das Beiersdorf Catering nun dem Thema Lebensmittelverschwendung in Catering und Gemeinschaftsverpflegung. „Lebensmittel sind kostbare Ressourcen und verdienen unsere Wertschätzung“, begründet Sager seine Entscheidung.

Man kaufe saisonale Produkte zertifizierten regionalen Erzeugern, so Sager, und ergänzt: „Unsere Köche beweisen täglich, dass gutes Essen selbst in sehr großen Mengen – das Catering versorgt täglich rund 2700 Gäste – nahrhaft, ausgewogen und schmackhaft hergestellt werden kann, ohne Lebensmittel zu verschwenden.“ Außerdem gilt bei Beirsdorf das „Prinzip Nachschlag“, bei großem Hunger darf es auch eine Extraportion sein. „Damit vermeiden wir unnötige Reste auf den Tellern und in den Tonnen“, ist Frank Sager überzeugt. Anders als in der Betriebsgastronomie fallen im Event-Catering oftmals größere Restmengen an. „Es melden sich achtzig Personen an, es kommen nur sechzig und prompt haben wir zu viele Essen.“ Diese Überproduktion will Beiersdorf künftig auf der im Dezember 2012 gestarteten Internetplattform www.foodsharing.de sozialen Einrichtungen in Hamburg zur Verfügung stellen. Lebensmittelrechtlich ist die Aktion unbedenklich, wenn alle Speisen ohne Gastkontakt und konsequent in der Kühlkette gehalten wurden.

Die Initiative von Beiersdorf gründet auf der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie „We care“ und unterstützt verantwortungsvolle Ressourcennutzung. „Mit unserem Engagement richten wir den Blick auf zukünftige Generationen und schärfen gleichzeitig das Bewusstsein für umsichtiges Handeln heute“, so Inken Hollmann-Peters, Leiterin Nachhaltigkeit der Beiersdorf AG. Darüber hinaus möchte Hollmann-Peters die Mitarbeiter animieren, ihren Umgang mit Lebensmitteln zu überdenken und Foodsharing auch als Privatperson zu unterstützen. Sei es bei der Bereitstellung von „Essenskörben“ oder auch als ehrenamtliche „Foodsaver“. Künftig können Mitarbeiter überlegen, beispielsweise vor einer Geschäftsreise, den Kühlschrankinhalt über die Plattform foodsharing.de zu verschenken, anstatt ihn wegzuwerfen. „So fügt sich das Thema gut in unsere „We care“-Strategie ein, Ressourcen zu schonen, Abfall zu vermeiden sowie Menschen zu helfen.“

Die deutschlandweite Internetplattform www.foodsharing.de gibt Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit, gut erhaltene und nach dem Lebensmittelrecht essbare, genießbare Lebensmittel kostenlos anzubieten und abzuholen. Dahinter steckt die Grundidee, überschüssiges Essen mit Menschen zu teilen, ohne dass dabei Geld fließt.


www.foodsharing.de

www.beiersdorf.de


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