Wegfall der Schrankpreise

Der Hotelverband Deutschland (IHA) und Dehoga, beide mit Sitz in Berlin, haben den Wegfall der Preisauszeichnungspflicht auf Hotelzimmern durchgesetzt. Damit entfällt die lästige Pflicht der Hoteliers, den Übernachtungspreis auf den Hotelzimmern angeben zu müssen. In seiner Sitzung am 27. September 2002 hat der Bundesrat der entsprechenden Änderung der Preisangabenverordnung (PAngV) zugestimmt.



Noch in diesem Jahr können damit in Deutschlands Hotels die "Schrankpreise" ausgemistet werden. "Über fünf Jahre hat es gedauert, bis die Politik überzeugt war, diese antiquierte und bürokratische Auflage abzuschaffen. Hotelverband Deutschland und Dehoga sind trotz aller Widerstände immer 'am Ball’ geblieben, damit die verstaubte Vorschrift der PAngV endlich durchgelüftet werden konnte", freut sich Fritz Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbands, über die Änderung der Verordnung. Die Streichung des "Schrankpreis-Paragrafen" entbindet den Hotelier allerdings auch weiterhin nicht von der Verpflichtung, "die Preise der im Wesentlichen angebotenen Zimmer und gegebenenfalls den Frühstückspreis" beim Hoteleingang oder an der Rezeption an gut sichtbarer Stelle auszulegen oder auszuhängen. Diese Bestimmung ist schon seit 1997 in Kraft. "Bei unserem Kampf gegen die überbordende Bürokratie zählt jeder Schritt.



Mit der Änderung der PAngV ist es den Verbänden gemeinsam gelungen, eine Schneise in das Paragrafendickicht zu schlagen", zeigt sich Fritz Dreesen zufrieden. Zur gänzlich preisfreien Zone erklärt die heutige Zustimmung des Bundesrates zum Entwurf des Bundeswirtschaftsministers die Hotelzimmer nach Angaben der Verbände aber nicht: Kosten für Telefonate müssen dem Gast auch weiterhin auf dem Zimmer selbst zur Kenntnis gebracht werden.

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