Weihnachtsbräuche in aller Welt

Weihnachten gilt auch als das Fest liebgewonnener Gewohnheiten. So werden überall auf der Welt Rituale gepflegt, die Weihnachten erst vollkommen machen. Hier sechs Länderbeispiele.

In Argentinien ist Weihnachten ein Fest für die ganze – erweiterte – Familie. Es gibt ein Festmahl, Feierlichkeiten und Geschenke um Mitternacht am Heiligen Abend. Doch das schönste Spektakel sind wahrscheinlich die bunten Himmelslichter. Die ’Globos’ genannten Laternen werden von innen angezündet und dann in den weiten Nachthimmel entlassen. Die zahlreichen bunten Laternen am Himmel sind ein einzigartiger Anblick. Vorsicht: In Deutschland sind solche Himmelslichter mancherorts verboten, auch wenn sie überall zu kaufen sind. Also unbedingt vorher über die Bestimmungen informieren.

Die Franzosen sind berühmt für gutes Essen und berüchtigte Feinschmecker. Kein Wunder, dass eine wichtige Weihnachts-Tradition der Provence sich auch um das Essen dreht: ’Les 13 desserts de Noël’. Zu Weihnachten werden – abhängig von der Region – 13 bestimmte Nachspeisen serviert. Die Zahl repräsentiert Jesus und die zwölf Apostel. Alle Speisen – ob Nüsse, frische Früchte, Nougat oder süßes Brot – kommen gleichzeitig auf den Tisch und jeder Gast muss alles einmal probieren.

Auch in Holland wird am 6. Dezember Nikolaus, der Sinterklaas, gefeiert. Am ’Sinterklaasavond’ gibt es ein großes Festmahl mit der ganzen Familie. Die besondere Tradition ist hierbei der selbstgebackene ’Letterbanket’, ein Kuchen in der Form des Anfangsbuchstabens des Familiennamens. Hat die feierliche Backfreude um sich gegriffen, gibt es noch kleinere Kuchen mit den Initialen aller Familienmitglieder dazu. 

In Kroatien beginnt Weihnachten schon am 13. Dezember, dem Tag der Heiligen Luzia. Die Frau des Hauses bepflanzt an diesem Tag eine mit Wasser gefüllte flache Schale mit Weizensamen. Bis zum Weihnachtstag am 25. Dezember haben diese gekeimt und sind meist etwa zehn Zentimeter hoch. Der Weizen wird dann zurechtgeschnitten und mit ’Trobojnica’ – einem rot, blau, weißes Band in den Nationalfarben Kroatiens – zusammengebunden. In die Mitte des Weizens wird manchmal eine brennende Kerze gestellt, die ein Symbol der Seele darstellt.

In Mexiko werden die Häuser, Straßen und Städte liebevoll dekoriert. Ein besonders hübscher Brauch sind hierbei die so genannten ’Farolitos’. Dabei handelt es sich um aus Papiertüten gebastelte Laternen, die entlang der Straßen aufgestellt werden, um die Gemeinschaft mit dem Geist der Weihnacht zu erleuchten. Manchmal werden in die Tüten kunstvolle Verzierungen geschnitten, manchmal wird einfach nur ein bisschen Sand hineingeschüttet, um die Kerze zu fixieren. Bezaubernd festlich sehen die sanften Lichter in jedem Fall aus.

Die Portugiesen lieben Weihnachtskrippen, sie bauen mit großer Hingabe regelrechte Krippen-Landschaften mit Seen und Bergen auf. Eine spezielle portugiesische Weihnachtstradition ist jedoch der so genannte ’Cepo de Natal’. Da viele Familien in ihren Häusern eine Feuerstelle haben, wird am Weihnachtstag auf dieser ein Stück Eichenholz – der „Weihnachts-Scheit“ – verbrannt. Einige Gemeinden entzünden nach der Messe vor der Kirche auch ein großes Weihnachtsfeuer, an dem die ganze Nacht gefeiert wird.

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