Welches Brot wird Europameister?

16 Nationen, 16 Brot- und Backwarenspezialitäten: Die iba stellt die nationalen Spezialitäten schon vor dem Anpfiff der Fußball-Europameisterschaft vor.

Der Countdown für die Fußball-Europameisterschaft läuft. Vor dem Anpfiff hat sich iba (Internationale Fachmesse für Bäcker und Konditoren) die Brot- und Backwaren-Aufstellungen der 16 teilnehmenden Nationen vorgeknöpft. Mit dem Fazit: Keine Nation läuft ins Abseits. Es folgt eine Auswahl:



Gruppe A
Polen: Das Gastgeberland überzeugt mit dem hochgeschossenen, filigranen, wohl proportionierten Sękacz – ein Kuchen mit deutlich längerer Tradition als die Fußball-Europameisterschaft. Als 1960 die erste EM stattfand, war der polnische Baumkuchen bereits seit dem 16. Jahrhundert fester Bestandteil der Konditorenzunft.

Griechenland: Kompakt, kernig, kräftig: Chorgiatiko, Kalabopopsomo, Tiropsomo und Skordopsmo sind die vier Brot-Hünen aus Hellas. Diese Vierer-Abwehrkette aus Dorf-, Mais-, Käse- und Knoblauchbrot lehrt jede gegnerische Offensive das Fürchten. 

Tschechien: Wenn der runde, dünne Kuchen Valašske frgály den Ofen verlässt, hat der perfekte Joker für die Nachspielzeit das Licht der Welt erblickt. Der Kuchen-Star aus Mähren ist mittlerweile ein Legionär in vielen europäischen Backstuben.

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Gruppe B 
Dänemark: Danish Dynamite – eine wahre Bombe für den Adonis-Six-Pack. In der Kalorienliste sind diese dänischen Plunder aus süßem Germteig mit Topfen-Füllung jetzt schon Schützenkönig. 

Portugal: In der Anfangsformation von Portugal steht ein wahrer Geheimtipp: Pastel de Nata. Die kleinen Blätterteigtörtchen sind blitzschnelle Konter für jeden Diätplan.

Gruppe C
Kroatien: Die Kroaten lieben Fußball – und sie lieben Brot. Ob morgens, mittags oder abends, es ist immer die richtige Gelegenheit für kruh (sprich: Kruch) – Brot. Vom hellen Kukuruzni kruh aus Maismehl bis zum dunkleren Raženi kruh aus Roggen schickt Kroatien ein buntes Team aufs Feld.


Gruppe D

Frankreich: In der Grande Nation werden in jeder Sekunde 320 Baguettes produziert. Es gibt sogar einen Wettbewerb der Pariser Bäcker-Innung, der das beste Pariser Baguette jährlich auszeichnet. Der prämierte Bäcker darf dann ein Jahr lang den Elysée-Palast beliefern.

England: Denn die zur britischen Tea Time servierten, leckeren Scones überleben selten den Anpfiff. Das ofenfrische Kleingebäck wird halbiert und mit Clotted cream (einem buttrigen Streichrahm) und Erdbeerkonfitüre bestrichen.

Schweden: Die beste Abwehrmauer besteht aus Roggenvollkornmehl, Wasser und Salz. Richtig, die Rede ist vom Knäckebrot. Hiervon essen die Schweden durchschnittlich 4 kg pro Kopf und Jahr. 


Die iba, Weltleitmesse für Bäcker und Konditoren findet mit über 1.100 Ausstellern vom 16. bis 21. September 2012 auf 18 Fußballfeldern (132.000 qm Hallenfläche) in München statt.

www.iba.de

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