Wichtel-Braugeselle Matthias Noack Jahrgangsbester


Er ist 2010 der beste Lehrling seines Jahrgangs und von ganz Süddeutschland. Sein Handwerk hat Matthias Noack im Wichtel - Hausbrauerei, mit gleichnamigen Restaurants und Biergärten in Böblingen (Meilenwerk) und Feuerbach (Roserareal) - von der Pike auf gelernt.

Hierin sieht Noack auch das Geheimnis seines Erfolges: „ Im Wichtel ist das Brauen noch echtes Handwerk“, erzählt er begeistert, „es gibt keine industriellen Anlagen, keine Abfüllbänder, alles wird von Hand und Tag für Tag frisch gebraut. Weil frisch gebraut einfach besser schmeckt als nur frisch gezapft.“ Das war Noack übrigens schon vor Beginn seiner Ausbildung klar: „Ich wollte Bierbrauer werden, weil das kein Allerweltsberuf ist, und ich wollte das dort lernen, wo mir das Bier am besten schmeckt.“

Also bewarb er sich 2007 beim Wichtel. Dort hatte man eigentlich keinen Bedarf an einem zweiten Lehrling, doch Noack blieb hartnäckig und ergatterte ein Praktikum in der 1989 gegründeten Hausbrauerei. Dabei hat er vor allem den Braumeister Markus Körner überzeugt. „Wir mussten ihn einfach nehmen“ erzählt Jens Täuber, Geschäftsführer der Wichtel-Betriebe.

Drei Jahre lang hat Matthias Noack nun alles gelernt, was ein Brauer wissen und können muss. „Von der Mälzerei bis zur Bieranalyse.“ Er freut sich darauf, dies weiterhin im Wichtel und zur Freude der Stammkunden tun zu können. Denn als Jahrgangsbester wurde er natürlich übernommen. Hierauf ist nicht zuletzt auch sein Ausbilder, der Brauer Jan Prüfer, stolz, der ihn während seiner gesamten Lehrzeit begleitet hat. Sein Nachfolger als Lehrling ist übrigens eine Frau. Auch in einer der letzten Männerdomänen sind Frauen auf dem Vormarsch.

Wichtel, das heißt zwei Betriebe in Stuttgart-Feuerbach (seit 2002) und Böblingen (seit 2009). Zusammen knapp 100 Mitarbeiter und 700 Sitzplätze (Biergärten 500). Ein Hausbrauerei-Konzept im Herzen Schwabens.

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