Burger King

Wiedereröffnung geschlossener Yi-Ko-Filialen / Liste

Schluss mit der Zwangspause für 89 Betriebe im deutschen Burger King-Netz von insgesamt rund 700 Restaurants. Ende letzter Woche hatte Burger King Europe nach Verhandlungen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter der Betreibergesellschaft der betroffenen Filialen, Marc Odebrecht, den Weg für die Wiedereröffnung freigemacht. Man einigte sich auf eine vorläufige Lizenz sowie diverse Finanz- und Managementhilfen im Rahmen einen Aktionsplans.

Die Restaurants werden sukzessive bis Mittwochnachmittag wiedereröffnet. Bereits heute im Lauf des Tages sind folgende Betriebe verkaufsbereit: Wiedereröffnung BURGER KING Restaurants.pdf

„Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt und mit Hochdruck an diesem Schritt gearbeitet“, so Andreas Bork, Deutschland-Chef von Burger King.

Ein wichtiges Hoffnungssignal für rund 3.000 Beschäftigte. Viele von ihnen haben übers Wochenende die Restaurants dienstleistungsbereit gemacht. Sie nahmen Ware entgegen, erledigten Reinigungsarbeiten, prüften die Kassensysteme usw. Und wieder erfährt dieser Schritt in der Auseinandersetzung der Marke mit ihrem größten Lizenzpartner höchste mediale Aufmerksamkeit – angefangen mit einer Nachricht in der ARD-Tagesschau über Digital- und Print-Meldungen aller großen Tageszeitungen dieser Republik bis hin zu lokalen Blättern.

Wie sich die Nachfrage für die wiedereröffneten Stores und die anderen 599 Einheiten der mehr als 160 kleineren wie mittelgroßen Lizenznehmer in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt, muss sich zeigen.

Andreas Bork: „Der Weg ist nun frei für einen Neuanfang. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter eine solide und gesunde Basis für die Zukunft der Restaurants zu schaffen.“

Kern der Gespräche zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter sowie Burger King Europe war und ist folgender Aktionsplan:
  • operative Unterstützung durch erfahrene BK-Führungskräfte
  • Training der Mitarbeiter zur Sicherstellung der BK-Standards
  • Wiederbelieferung der Restaurants mit lizensierten Produkten
  • Beratung beim lokalen Marketing im Rahmen der Wiedereröffnung der Lokale

Zusätzlich finanziert der Lizenzgeber den Neustart mit einem sogenannten Massekredit in Millionenhöhe. Löhne und Gehälter der Beschäftigten dürften über das Insolvenzgeld vorerst gesichert sein – eine ganz wichtige Sache.

Odebrecht wird sich jetzt nach der Wiedereröffnungsphase vor allem auf die Investorensuche konzentrieren. Das ist in solchen Fällen in aller Regel so, schließlich heißt seine Aufgabe Neujustierung pro Zukunft. Darin unterscheidet sich das Instrument der Insolvenz von der früher üblichen Konkurslösung.

Ein neuer Einzelinvestor oder Aufsplittung – Berücksichtigung von langjährigen und erfolgreichen Lizenznehmern im Netzwerk der Marke?

Nach Einschätzung von Insolvenzexperten kommt für die insolvente Betreibergesellschaft grundsätzlich eine übertragene Sanierung (Vermögenswerte werden verkauft) oder ein Insolvenzplanverfahren in Frage.

www.burgerking.com

stats