Hamburger Foodservice Preis

Winner 2016 gekürt - grandiose Gala-Nacht

Im Rahmen einer festlichen Gala mit knapp 500 geladenen Gästen, gefolgt von der legendären After-Show-Party, ging am gestrigen Freitagabend die Verleihung des Hamburger Foodservice Preises 2016 im Ballsaal des Grand Elysée Hotels in Hamburg über die Bühne – begleitet vom begeisterten Applaus der versammelten Branchenspitze für die drei Winner. Mit den diesjährigen Preisträgern schmücken nun 100 Namen die Hall of Fame der erstmals 1983 verliehenen Branchen-Auszeichnung.

Die Expertenjury erkor diesmal mit Allresto, der Gastronomie-Tochter der Münchner Flughafengesellschaft, einen erfolgreichen Profi-Player in Sachen Verkehrsgastronomie, ganz auf den Standort Airport München eingeschworen. Zum Preisträger aus der deutschen Foodservice-Landschaft gesellte sich wie in vielen Vorjahren wieder ein internationaler Winner. Mit der Premium-Bakery-Marke Paul aus Frankreich schaffte es zum zweiten Mal in der Geschichte der Auszeichnung ein französischer Kandidat aufs Siegertreppchen – nach der spektakulären XXL-Bar-Restaurant-Danceclub-Formel Barrio Latino aus Paris im Jahr 2002. Ein Special Award wurde in diesem Jahr an den US-Wissenschaftler und Hochschulprofessor Prof. Dr. Christopher Craig Muller für seine Leistung als langjähriger fachlicher Mentor und Lehrer der hiesigen Systemgastronomie-Branche vergeben.

Und noch ein 'First': Durch den Gala-Abend und die Zeremonie der Preisverleihung führte erstmals Markus Gotta, als Geschäftsführer verantwortlich für die Außer-Haus-Medien der dfv Mediengruppe, gemeinsam mit Andrea Lottmann, sie übernahm Mitte 2015 das Amt als Chefredakteurin food-service und FoodService Europe & Middle East von Gretel Weiß, die das Geschick beider Blätter über viele Jahre hinweg steuerte und weiterhin als Herausgeberin fungiert. Vor der Leistung der exzellenten Fachjournalistin und profunden Branchenkennerin den Hut zu ziehen, ließ Klaus Kottmeier sich eingangs des Abends nicht nehmen. "Sie waren und Sie sind nicht nur eine herausragende Redakteurin, Chefredakteurin, Herausgeberin – Sie sind eine mitdenkende, mitverantwortende Mitunternehmerin, die sich für die Erfüllung ihres publizistischen Auftrages voll verantwortlich fühlt", so Kottmeier, seinerseits über Jahrzehnte souveräner Lenker an der Spitze des Hauses und heutiger Aufsichtsratsvorsitzender.

Auf der Bühne dann als strahlende, gefeierte Empfänger der führenden Branchen-Auszeichnung die Protagonisten des Abends: Gerhard Halamoda für Allresto, Maxime Holder, Repräsentant der fünften Generation, für das Format Paul des Familienunternehmens Holder und Chris Muller in eigener Sache.

Jeder für sich steht für herausragende Leistungen mit Strahlkraft auf die gesamte Branche. Für das Bekenntnis zu Qualität, zu Innovation, ohne Bewährtes aus den Augen zu verlieren. Jeder bringt auf seine Weise das Anliegen der Auszeichnung auf den Punkt: Nicht nur rückblickend Erfolg zu honorieren, sondern vor allem auch perspektivische Relevanz.

Hier die Gewinner des Hamburger Foodservice Preises 2016 im Überblick:

Allresto Flughafen München

Als gastronomischer Platzhirsch bewirtschaftet Allresto drei Viertel der Foodservice-Betriebe am Flughafen München. Das Portfolio mit aktuell knapp 40 Gastro-Angeboten von Currywurst bis Fine Dining – ein klug ausgesteuerter Mix aus Lizenzen und Eigenmarken – repräsentierte im letzten Jahr 68 Mio. € Netto-Umsatz. Allresto gilt als mit die beste Flughafen-Gastronomie weltweit – ein Prädikat, das wesentlich zur Profilierung des Airports selbst beiträgt. Maßgeblich sind durchgängig hohe Qualität in Produkt und Service, einladendes Ambiente und prägnante Marken. Mit eigenen Kreationen wie der Hausbrauerei Airbräu, attraktiv weit über das Reisepublikum hinaus und bis heute Umsatzflaggschiff mit 7 Mio. € Erlösen, wurde schon früh erfolgreich Bezug auf lokale Traditionen genommen. Im neu entstehenden Satelliten-Terminal geht Allresto einen konsequenten Schritt weiter und wird das inzwischen hoch gehandelte Thema Local Spirit als gastronomischer Hauptakteur mit einem Ensemble mehrerer regional verankerter Konzepte bespielen, darunter ein Mini-Viktualienmarkt und das Restaurant Sissi & Franz, die dem internationalen Publikum bayrische Lebensart vermitteln.

Paul/Groupe Holder, Lille, Frankreich

In Sachen Qualität gibt es für das traditionsreiche Familienunternehmen Holder aus dem nordfranzösischen Lille keine Kompromisse: Hier wird authentisch französische, handwerklich geprägte Backwaren-Kultur gelebt. Heute ist die die Gruppe mit ihrer Bakery-Marke Paul in Frankreich mit knapp 380 Eigenregie- und Franchise-Outlets präsent, das konzeptionelle Spektrum reicht von Kiosken und Shops mit Take-Away-Angebot bis zu Cafés, Tearooms und Restaurants. Kalte und warme Back-Snacks, allen voran gefüllte Baguettes, spielen eine gewichtige und weiter wachsende Rolle im Umsatzmix. Ende der 90er Jahre startete die internationale Expansion. Inzwischen wächst das Geschäft im Ausland, wo der gastronomische Part eine erheblich stärkere Rolle spielt, weit rascher als im Heimatmarkt. Jenseits Frankreichs ist Paul derzeit mit rd. 250 Outlets in 34 Ländern weltweit distribuiert. Allein 2015 wuchs der System-Umsatz von Paul International um 30 % auf 285 Mio. €, das entspricht mehr als 40 % der mit der Marke erzielten Gesamterlöse: ein Vorzeigefall erfolgreichen Wachstums europa- und weltweit.

Special Award: Prof. Dr. Christopher C. Muller, Boston

Der in diesem Jahr verliehene Special Award gilt einem herausragenden Hochschullehrer aus den USA, der seit nun 20 Jahren als Teacher, Coach und Redner an der Seite der deutschen und europäischen Profi-Gastronomie steht: Prof. Dr. Christopher C. Muller. Heute unterrichtet und forscht der Wissenschaftler an der School of Hospitality Administration an der Universität Boston. Im Mittelpunkt seiner Studien steht das Thema 'Successful Multi-Unit Restaurant Management'. In dieser Disziplin gilt er weltweit als Koryphäe. In zahlreichen Seminaren, zunächst an der Cornell University, später an der University of Central Florida und bis heute alljährlich im Zürcher Gottlieb Duttweiler Institute, brachte er Unternehmern aus Deutschland und Europa sowie dem hiesigen Führungsnachwuchs bei, worauf es ankommt und welche Hürden es zu nehmen gilt, wenn ein System den Weg in die Expansion antritt. Als Mitbegründer und konzeptioneller Mitgestalter des European Foodservice Summit hat der souveräne Referent und Moderator zudem von Anfang an wesentlich zur Wertschätzung dieses führenden Branchenkongresses beigetragen.

Konzeptionelle und unternehmerische Leistungen zu würdigen, die Maßstäbe setzen und die Branchen-Profilierung unterstützen – national wie international: vornehmstes Anliegen des Hamburger Foodservice Preises. Es gilt: Für die Auszeichnung kann man sich nicht bewerben. Die Wahl ist ausschließlich Sache der hochkarätig besetzten Fachjury. Betrachtet wird die gesamte Bandbreite von Fast Food bis Fine Dining. Unter den Preisträgern finden sich Top-Player der Systemgastronomie wie McDonald's, Burger King oder Marché International, Persönlichkeiten wie Eugen Block, Gerd Käfer oder Tim Mälzer, starke Solitäre wie das Restaurant Hiltl aus Zürich, das brenner in München oder jüngst der Europa-Park Rust sowie international erfolgreiche Formate wie Wagamama, Nando's aus Südafrika und Eataly.

Stifterin des renommierten Branchen-Awards ist die dfv Mediengruppe, Frankfurt am Main, in der unter anderem die Wirtschaftsfachzeitschriften food service und FoodService Europe & Middle East erscheinen.

www.cafe-future.net


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