Zuversicht bei Six Continents

Die britische Hotelgruppe Six Continents Hotels hat im vergangenen Geschäftsjahr, das zum 30. September 2001 beendet wurde, mit zweistelligen Gewinnzuwächsen abgeschlossen. Trotz einer schwierigen Marktsituation blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft. Das gab die Tochter der Six Continents PLC mit Sitz in London bei ihrer Bilanzpressekonferenz bekannt. Der Gewinn stieg im Berichtszeitraum um 13,6 Prozent. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) konnte ihren Profit sogar um 22,4 Prozent erhöhen. Zu Six Continents Hotels, den ehemaligen Bass Hotels & Resorts, zählen Hotelmarken wie Holiday Inn Hotels & Resorts, Inter-Continental Hotels and Resorts mit den Forum Hotels, Crowne Plaza Hotels & Resorts, Express by Holiday Inn und Staybridge Suites by Holiday Inn. Im Geschäftsjahr 2001 wuchs das globale Portfolio der Six Continents Hotels um 24.000 auf 515.000 Zimmer an. Vor allem der Kauf des Regent Hotel Hongkong und der britischen Hotelkette Posthouse mit 79 Häusern trugen dazu bei.

Die Akquisition der früher zur Compass Group PLC gehörenden Marke im April 2001 ließ den Gewinn der Six Continents Hotels in die Höhe schnellen: Ohne die zusätzlichen Betten hätte der Profit der Hotelgruppe weltweit nur 3,7 Prozent betragen. Bereits 61 dieser Hotels sind inzwischen in Häuser der Marke Holiday Inn umgewandelt. "Trotz der schwierigen Wirtschaftslage konnten wir die Position unseres Hotelgeschäfts noch verbessern", sagte Tim Clarke, Chief Executive von Six Continents PLC. "Wir haben uns bewusst auf einen Abschwung vorbereitet und Rücklagen gebildet", so der Chief Executive. Innerhalb des Hotelbereiches in den USA ging es seit den zwei Wochen nach den Terroranschlägen eindeutig wieder nach oben. Das Geschäft bleibt jedoch auf niedrigem Niveau. In Europa ist die Position nicht ganz so eindeutig. Der Fernreisemarkt hat sich nach Angaben des Konzerns bis jetzt nicht erholt. Daher hat sich auch das Geschäft in First-Class- und Luxus-Hotels seit dem 11. September 2001 noch nicht wesentlich verbessert. In Erwartung einer schwierigen Marktlage hat Six Continents zu Beginn des Jahres Maßnahmen ergriffen, um innerhalb des Geschäftsbereiches Kosten zu senken.

Der Gesamtgewinn im Hotelbereich war im Oktober 2001 um 30 Mio. US-$ geringer als im Vorjahr. Der RevPAR (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) der hochpreisigen Hotels in Großbritannien, den USA und Frankreich ging um 30 bis 40 Prozent zurück und bleibt damit unter den Zahlen für Juli. Dabei sind der Zimmerpreis und die Auslastung in Großbritannien und den USA gleichermaßen zurück gegangen. Die Zahlen aus den Business-Hotels des mittleren Preissegments in den USA sind besser, auch wenn November 2001 der erste Monat war, in dem alle Marken niedrigere Zimmerpreise zu verzeichnen haben. So war der RevPAR für Holiday Inn um 16 Prozent, der für Express by Holiday Inn um fünf Prozent gesunken. In den meisten Ländern Europas ging zuletzt die Auslastung der mittelpreisigen Hotels zurück, nicht aber der durchschnittliche Zimmerpreis. Der Rückgang des Gesamtumsatzes pro verfügbarem Zimmer RevPAR ist jetzt zweistellig. Trotz Anzeichen für Optimismus, speziell bei der Belegung in den Metropolen und in den USA, bleibt Six Continents vorsichtig bei der Prognose für Preisentwicklungen. Six Continents stellt nur sehr vorsichtige Prognosen. Für Reisen innerhalb der USA erwartet die Gruppe allerdings eine schnellere Erholung.
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