Zwei Jahre Starbucks Deutschland

Nach zwei Jahren auf dem deutschen Markt ziehen Axel Weber (Gastro-Direktor Karstadt) und Cornelius Everke (Geschäftsführer KarstadtCoffee) ein positives Fazit: Die Akzeptanz-Entwicklung der Marke ist sehr gut, und die Expansion liegt im Plan. 29 Betriebe sind am Netz, im Juni kommen zwei weitere in Düsseldorf und Köln dazu. Bis Jahresende will man die Zahl 50 erreicht haben. Einige Standort-Fehlentscheidungen in den ersten zwölf Monaten müssen noch korrigiert werden, ansonsten gilt fürs laufende Jahr: 20 Prozent Transaktionsplus auf bestehender Fläche, viele neue Kunden und gleichzeitig höhere Kundenbindung. Marke und System haben, so Weber und Everke, ihren Rhythmus, ihren Weg gefunden. Der einst gefasste Zehn-Jahres-Plan (bei hohem Investitionsbedarf) sei realistisch geworden. Jede Menge Detail-Innovationen – etwa die Kaffeespezialität Double ShotTM Iced Shaken Espresso – sowie zahlreiche Aktionen – insbesondere soziales Engagement – untermauern Charakter wie Energie des Konzepts. Vor allem in der Start-Stadt Berlin, aber auch in Frankfurt, Düsseldorf und Köln läuft’s jetzt rund. Gleichzeitig: Vorstandswechsel bei KarstadtQuelle – vor dem Hintergrund äußerst schwacher Erfolgszahlen im Warenhausgeschäft. Jener Konzern-Chef, der vor knapp drei Jahren in Seattle unterschrieben hat, Wolfgang Urban, musste einem neuen Vorstand, nämlich Christoph Achenbach, Platz machen. Viel Druck auf junge, noch nicht profitable Engagements – von Nebenkriegsschauplätzen ist die Rede. Was krankt, ist das Kerngeschäft, vor allem der textile Sektor. Der Betriebstyp Warenhaus ganz generell ist in der Krise. Und dabei dann geht auch die Tatsache unter, dass der Bereich Gastronomie mit rund einer Viertel Milliarde Euro Erlösen in gut 200 Betriebsstätten noch nie so profitabel war wie heute. Der strategische Weg von Free flow zu Fresh flow und Produkt-Kiosken wie Frittes van Holland funktioniert. www.karstadt.de

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